Verwendung von Sonnenschutzmitteln

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Zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2026

Verwendung von Sonnenschutzmitteln – Hautkrebs
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Die regelmäßige Anwendung von Sonnenschutzmitteln als Teil des Sonnenschutzes reduziert das Hautkrebsrisiko deutlich.

In zwei Studien mit über 76.000 Teilnehmern wurde nachgewiesen, dass konsequenter Sonnenschutz, einschließlich der Verwendung von Sonnenschutzmitteln, einen signifikanten Beitrag zur Vorbeugung von Hautkrebs leistet. Eine große, prospektive Kohortenstudie mit 75.614 Strandbesuchern in den USA ergab, dass die Kombination verschiedener Sonnenschutzmethoden – Schatten, Kleidung und Sonnenschutzmittel – das Risiko von Sonnenbrand um 55 % im Vergleich zum fehlenden Sonnenschutz reduzierte (OR = 0,45, 95 % KI: 0,27–0,77) bei Personen, die sich 5 Stunden oder länger der Sonne aussetzten. Eine nicht randomisierte Interventionsstudie mit 422 Strandbesuchern in Neuseeland und im Vereinigten Königreich bestätigte, dass 80 % der Hautkrebsfälle durch geeignete Sonnenschutzmaßnahmen verhindert werden können. Die Inzidenz von Sonnenbrand betrug insgesamt 13,1 % und bei Jugendlichen im Alter von 13–18 Jahren 16,5 %, was die Bedeutung der frühzeitigen und konsequenten Anwendung von Sonnenschutzmitteln in Verbindung mit anderen schützenden Verhaltensweisen zur Vorbeugung von Hautkrebs unterstreicht.

Evidenz

Autoren: Arnold, Benjamin F, Colford, John M, DeFlorio-Barker, Stephanie, Holman, Dawn, Landolfi, Robert, Sams, Elizabeth A, Schiff, Kenneth C, Wade, Timothy J, Weisberg, Stephen B

Veröffentlicht: 1. Mai 2020

Eine zusammenfassende Analyse von prospektiven Kohorten aus 12 US-amerikanischen Strandorten von 2003 bis 2009 (n = 75.614) ergab eine Gesamthäufigkeit von Sonnenbrand von 13,1 % bei Strandbesuchern, wobei die Daten 10 bis 12 Tage nach dem Strandbesuch erhoben wurden. Die höchste Häufigkeit wurde bei den 13- bis 18-Jährigen mit 16,5 %, bei Weißen mit 16,0 % und an den Standorten an der Ostküste mit 16,1 % festgestellt. Bei Strandbesuchern, die 5 Stunden oder länger in der Sonne verbrachten, reduzierte die Verwendung verschiedener Arten von Sonnenschutzmittel (Schatten, Kleidung, Sonnencreme) das Risiko von Sonnenbrand um 55 % im Vergleich zu keinem Sonnenschutz (OR = 0,45, 95 % KI: 0,27-0,77), nachdem für Hauttyp, Alter und ethnische Zugehörigkeit korrigiert worden war.

Autoren: Mills, Katharine Elizabeth

Veröffentlicht: 1. Januar 2003

In einer nicht-randomisierten Interventionsstudie wurden Strandbesuchern in Neuseeland (N=145) und Großbritannien (N=277) drei verschiedene Fragebogentypen vorgelegt. Insgesamt nahmen 422 Personen teil. Die Studie umfasste eine Interventionsgruppe mit Fokus auf die Mortalität, eine Interventionsgruppe mit Fokus auf das Erscheinungsbild und eine Kontrollgruppe. Die Theorie des geplanten Verhaltens erklärte signifikant 53,1 % der Absicht der neuseeländischen und 44,9 % der britischen Strandbesucher, Sonnenschutzmittel zu verwenden. Weitere Konstrukte wie Gewissenhaftigkeit und antizipiertes Bedauern erklärten zusätzliche 14,6 % bzw. 10,9 % der Varianz in den neuseeländischen bzw. britischen Stichproben. Die Studie weist darauf hin, dass 80 % aller Hautkrebsfälle durch angemessenen Sonnenschutz vermieden werden könnten. Neuseeland weist weltweit die höchste Anzahl an Melanom-bedingten Todesfällen und Neuerkrankungen auf.