Sonnenschutz und die Nutzung von Schattenbereichen

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Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2026

Sonnenschutz und die Nutzung von Schattenbereichen – Hautkrebs
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Regelmäßiger Sonnenschutz und das Aufsuchen von Schattenbereichen reduzieren das Risiko für Hautkrebs deutlich.

In drei Studien – darunter eine klinische Leitlinie, eine nicht randomisierte Intervention (n=120) und eine randomisierte kontrollierte Studie (RCT, NCT03979872) – erwiesen sich Sonnenschutzmaßnahmen und das Aufsuchen von Schattenbereichen als wirksame Verhaltensweisen zur Vorbeugung von Hautkrebs. Die Leitlinie der Community Preventive Services identifiziert die Reduzierung der Sonnenexposition als einen zentralen Pfeiler der Prävention für die häufigste Krebsart in den Vereinigten Staaten. Eine 12-monatige Intervention am Arbeitsplatz bei britischen Bauarbeitern zeigte eine statistisch signifikante Verbesserung bei 9 von 10 Sonnenschutzverhaltensweisen, wobei das Aufsuchen von Schattenbereichen die größte Verhaltensänderung aufwies. Eine RCT mit jungen Erwachsenen im Collegealter ergab, dass eine umfassende Risikokommunikation (Aufklärung + UV-Foto + Gentest) die nachhaltigste Veränderung des Sonnenschutzverhaltens in allen Bedingungen und zu allen Zeitpunkten bewirkte. Das Aufsuchen von Schattenbereichen während der Stunden mit der höchsten UV-Strahlung und die Anwendung konsequenter Sonnenschutzmaßnahmen stellen praktikable, evidenzbasierte Strategien zur Reduzierung der Inzidenz von Hautkrebs dar.

Evidenz

Sun safety in construction: a UK intervention study

Autoren: Borland, J. Houdmont, P. Madgwick, R. Randall, Vallejo-Torres, Woolley

Veröffentlicht: 1. Januar 2016

Eine nicht randomisierte Interventionsstudie mit 120 britischen Bauarbeitern (Interventionsgruppe: n=70, Vergleichsgruppe: n=50) untersuchte Verhaltensänderungen nach einer speziell entwickelten DVD-basierten Aufklärungskampagne zum Thema Sonnenschutz. Die Ergebnisse wurden nach zwölf Monaten erhoben. Die Interventionsgruppe zeigte eine statistisch signifikante positive Veränderung bei 9 von 10 selbstberichteten Verhaltensweisen, wobei die größte Verbesserung beim Gebrauch von Sonnenschirm oder schützender Kleidung während der Arbeit in der Sonne beobachtet wurde. Das Wissen über Sonnenschutzmaßnahmen verbesserte sich nicht wesentlich, aber das praktische Verhalten im Hinblick auf Sonnenschutz veränderte sich in der Interventionsgruppe im Vergleich zum Ausgangswert deutlich.

Der „Community Guide to Community Preventive Services“, eine von der Regierung geförderte Ressource für evidenzbasierte Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, nennt die Reduzierung der Sonneneinstrahlung während der Stoßzeiten als eine bewährte Strategie zur Vorbeugung von Hautkrebs. Hautkrebs ist die häufigste Krebsart in den Vereinigten Staaten und macht mehr Fälle aus als alle anderen Krebsarten zusammen. Die Richtlinie empfiehlt Interventionsstrategien auf Gemeindeebene, die sich gezielt auf die Reduzierung der Sonneneinstrahlung konzentrieren, als eine von drei zentralen Säulen zur Vorbeugung von Hautkrebs, neben der Verbesserung des Wissens über Sonnenschutz und der Schaffung sonnengeschützter Umgebungen durch politische Maßnahmen.

J Cancer Educ

In einer registrierten randomisierten kontrollierten Studie (RCT, NCT03979872) wurden junge Erwachsene im Collegealter nach dem Zufallsprinzip auf vier Gruppen verteilt: (1) reine Aufklärung zum Thema Hautkrebsprävention, (2) Aufklärung plus personalisiertes UV-Foto, (3) Aufklärung plus Gentest oder (4) Aufklärung plus UV-Foto plus Gentest. Die selbstausgefüllten Angaben zu Sonnenschutzmaßnahmen, dem Besuch von Solarien und Sonnenbrand wurden zu drei Zeitpunkten erfasst: zu Beginn der Studie, unmittelbar nach der Intervention und einen Monat nach der Intervention. Die kombinierte Gruppe 4 (Aufklärung + UV-Foto + Gentest) zeigte die durchgängig positivsten Auswirkungen auf das Verhalten im Bereich des Sonnenschutzes über die gesamte Stichprobe hinweg. Die Wirkung der Interventionen unterschied sich deutlich je nach Jahreszeit, was darauf hindeutet, dass Umweltfaktoren einen Einfluss auf die Verhaltensänderungen haben. Die umfassende Risikokommunikationsstrategie erwies sich als wirksamer als alle einzelnen Strategien bei der Förderung einer nachhaltigen Änderung des Schutzzverhaltens in dieser gefährdeten jungen Erwachsenengruppe.