Autoren: Kelsberg, Gary, Maragh, Leticia, Safranek, Sarah
Veröffentlicht: 1. Januar 2016
Eine klinische Leitlinie, die auf systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen von randomisierten, kontrollierten Studien (RCT) basiert (Evidenzgrad: A), untersuchte Phytoöstrogene, einschließlich Soja-Isoflavonen, im Hinblick auf ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von Hitzewallungen. Die Ergebnisse zeigten, dass diese Stoffe keine nachgewiesene Wirkung zur Reduzierung der Häufigkeit oder Intensität von Hitzewallungen haben. Zum Vergleich: etablierte, nicht-hormonelle medikamentöse Behandlungen reduzieren Hitzewallungen um etwa 25 % (etwa eine weniger pro Tag), während Östrogen die Häufigkeit um etwa 75 % reduziert (2,5 bis 3 weniger pro Tag). Bei vielen der RCTs, in denen Phytoöstrogene untersucht wurden, wurde festgestellt, dass sie von geringer Qualität waren, was das Vertrauen in positive Ergebnisse weiter untergräbt.
