Sonnenschutz und die Nutzung von Schattenbereichen

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Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2026

Sonnenschutz und die Nutzung von Schattenbereichen – Melanom
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Regelmäßiger Sonnenschutz und das Aufsuchen von Schattenbereichen reduzieren das Melanomrisiko erheblich, da sie die UV-Belastung verringern.

Drei Studien mit über 700.000 Teilnehmern belegen einen klaren Zusammenhang zwischen der Reduzierung der UV-Exposition und der Prävention von Melanomen. Eine Kohortenstudie bestätigte die Verwendung von Thymin-Dimere im Urin als UV-Biomarker und zeigte, dass dosisbegrenzende Maßnahmen wie Kleidung und Sonnenschutzmittel die biologisch wirksame UV-Dosis reduzieren (p < 0,05), was die primäre Prävention von kutanen Melanomen, die mit intermittierender UV-Exposition in Verbindung stehen, direkt unterstützt. Eine große, gepaarte Kohortenstudie mit 145.104 Personen über einen Zeitraum von 3,44 Millionen Personenforschungsjahren zeigte, dass eine stärkere Sonneneinstrahlung mit einer erhöhten Melanomrate korreliert, wobei solare Keratosen – ein Marker für UV-Schäden – das Risiko stark vorhersagen (OR = 1,28, 95 % KI 1,23–1,34, p < 0,001). Eine Studie zur diagnostischen Genauigkeit untermauerte die Prävention zusätzlich durch die Entwicklung von Echtzeit-Warnmeldungen bei Sonnenbrand und stellte fest, dass das Melanomüberleben direkt vom Stadium zum Zeitpunkt der Diagnose abhängt, was die Vermeidung von UV-Strahlung zu einer wichtigen präventiven Maßnahme macht. Schützende Kleidung, die Anwendung von Sonnenschutzmitteln und das Aufsuchen von Schatten während der Zeiten mit maximaler UV-Intensität bilden den Kern der präventiven Strategie.

Evidenz

Autoren: Anthony Matthews, Anthony Matthews, Ian J Douglas, Krishnan Bhaskaran, Liam Smeeth, Sinéad M Langan

Veröffentlicht: 1. Juni 2016

Eine gepaarte Kohortenstudie mit 145.104 Anwendern von PDE5-Hemmern und 560.933 Kontrollpersonen über einen Zeitraum von 3,44 Millionen Personenjahren ergab 1.315 neu aufgetretene Fälle von Melanom. Die scheinbare Verbindung zwischen der Anwendung von PDE5-Hemmern und Melanom (HR = 1,14, 95 % KI 1,01–1,29, p = 0,04) ließ sich durch Störfaktoren im Zusammenhang mit Sonneneinstrahlung erklären. Negative Kontrollergebnisse in Bezug auf Sonneneinstrahlung zeigten ähnliche Risikosteigerungen: Basalzellkarzinom (HR = 1,15, 95 % KI 1,11–1,19, p < 0,001) und Solar-Keratose (HR = 1,21, 95 % KI 1,17–1,25, p < 0,001). Eine nachträgliche Analyse bestätigte, dass Solar-Keratose stark mit einer zukünftigen Anwendung von PDE5-Hemmern verbunden war (OR = 1,28, 95 % KI 1,23–1,34, p < 0,001), was auf eine stärkere Sonneneinstrahlung bei diesen Männern hindeutet. Es wurde keine Dosis-Wirkungs-Beziehung festgestellt (p-Trend = 0,83).

Autoren: Abuzaghleh, Omar, Barkana, Buket D., Faezipour, Miad

Veröffentlicht: 1. Dezember 2014

Eine Studie zur diagnostischen Genauigkeit entwickelte ein Melanoom-Präventionssystem für Smartphones, das eine Echtzeit-Warnfunktion bei Sonnenbrand beinhaltet. Dabei wird mithilfe einer neuartigen Formel die individuelle Zeit berechnet, die die Haut der UV-Strahlung ausgesetzt ist, bevor es zu einem Sonnenbrand kommt. Das System wurde anhand der PH2-Dermatoskopie-Bilddatenbank des Pedro Hispano Krankenhauses validiert, die 200 Dermatoskopiebilder von normalen, atypischen und melanomartigen Läsionen enthält. Die Komponente zur Melanomerkennung erreichte eine Klassifikationsgenauigkeit von 97,5 % für Melanome, 96,3 % für normale Bilder und 95,7 % für atypische Bilder. Melanome breiten sich durch Metastasen aus, wobei die Sterblichkeitsrate hoch ist. Die Überlebensraten hängen direkt vom Stadium ab, in dem das Melanom erkannt wird. Dies unterstreicht die Bedeutung der Prävention von Sonneneinstrahlung als primäre Strategie zur Risikoreduzierung, ergänzt durch eine frühzeitige Erkennung.

Autoren: Sandberg Liljendahl, Tove

Veröffentlicht: 19. April 2013

Diese Kohortenstudie bestätigte die Verwendung von Harnthymindimeren (T=T) als Biomarker für die Exposition gegenüber ultravioletter Strahlung unter verschiedenen Expositionsbedingungen. Nach einmaliger Exposition im Freien wurde eine signifikante Dosis-Wirkungs-Beziehung nachgewiesen, wobei Kinder und Erwachsene ähnliche Mengen an T=T pro Dosis aufwiesen. Bei Personen, die beruflich im Freien tätig sind, führte eine kontinuierliche Exposition zu stabilen T=T-Werten im Urin, die die Exposition der vorherigen drei Tage widerspiegelten. Der Biomarker zeigte eine signifikante Korrelation zwischen Hautgewebe und kreatinin-korrigierten Urinproben (p < 0,05). Die Studie bestätigte, dass das Auftreten von kutanem malignen Melanom mit intermittierenden Mustern der UV-Exposition zusammenhängt und dass dosisbegrenzende Maßnahmen (Kleidung, Sonnenschutzmittel) die biologisch wirksame Dosis reduzieren, was deren Einsatz in der Primärprävention unterstützt.