Leberkrebs

Das häufigste und wichtigste Leberneoplasma ist das primäre hepatozelluläre Karzinom (HCC). In vielen Teilen der Welt, insbesondere in Afrika und Asien, stellt es eine erhebliche Krankheitslast dar. In diesen Regionen mit hoher Inzidenz ist die chronische Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) die Hauptursache, mit Ausnahme von Japan, wo eine hohe Prävalenz von Hepatitis-C-Infektionen besteht. Die HBV-Impfung hat sich als wirksames Mittel zur Reduzierung von Leberzirrhose und HCC erwiesen, aber die Umsetzung ist in mehreren Hochrisikoregionen immer noch nicht optimal. In westlichen Ländern ist chronischer Alkoholmissbrauch ein wichtiger ätiologischer Faktor. Das hepatozelluläre Cholangiokarzinom hat eine andere geografische Verteilung, wobei die höchsten Inzidenzen im Norden Thailands auftreten. Hier wird es durch eine chronische Infektion mit dem Leberwurm Opisthorchis viverrini verursacht, der durch den Verzehr von infiziertem rohem Fisch aufgenommen wird.

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Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2026