Alkohol

Vermeiden

2 Studien · 1 Empfehlung

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2026

Alkohol – Kehlkopfkrebs
Vermeiden2 studien

Der Konsum von Alkohol erhöht das Risiko für Kehlkopfkrebs erheblich und sollte vermieden werden.

In zwei Studien mit über 1.800 Teilnehmern wurde ein klarer kausaler Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Kehlkopfkrebs nachgewiesen. Eine Fall-Kontroll-Studie mit 527 Fällen und 1.297 Kontrollen ergab, dass die Energiezufuhr durch Alkohol das Risiko für Kehlkopfkrebs erhöhte, wobei das Odds Ratio (OR) bei 1,16 pro 100 kcal/Tag lag (95 % KI 1,12–1,21). Dies übersteigt das Risiko, das von nicht-alkoholischen Energiequellen ausgeht, deutlich (OR 1,02). Die IARC stuft alkoholische Getränke als krebserregend für den Menschen ein, und eine Expertenarbeitsgruppe identifizierte Kehlkopfkrebs als einen der vier Krebsarten, die am stärksten mit Alkoholkonsum in Verbindung stehen, zusammen mit Mund-, Speiseröhren- und Leberkrebs. Starker Alkoholkonsum ist für einen erheblichen Anteil der durch Alkohol verursachten Kehlkopfkrebserkrankungen verantwortlich. Die Reduzierung des Konsums alkoholischer Getränke stellt die direkteste Strategie zur Verringerung dieser Krebsbelastung dar.

Evidenz

Autoren: Bosetti, Cristina, Franceschi, Silvia, Fryzek, J., Garavello, Werner, La Vecchia, Carlo, Levi, Fabio, McLaughlin, J.K., Negri, Eva, Talamini, Renato

Veröffentlicht: 1. Januar 2003

In einer Fall-Kontroll-Studie mit 527 Kehlkopfkrebsfällen und 1297 Kontrollpersonen, die in Italien und der Schweiz (1992–2000) durchgeführt wurde, zeigte sich ein starker Zusammenhang zwischen der Energiezufuhr durch Alkohol und einem erhöhten Kehlkopfkrebsrisiko (OR 1,16 pro 100 kcal/Tag; 95 %-KI 1,12–1,21). Dieses Risiko war deutlich höher als das Risiko durch nicht-alkoholische Energiezufuhr (OR 1,02 pro 100 kcal/Tag; 95 %-KI 1,01–1,04). Die Patienten mit Kehlkopfkrebs wiesen eine signifikant höhere Gesamtenergiezufuhr und eine höhere Energiezufuhr durch Alkohol auf als die Kontrollgruppe. Die ORs wurden mittels unbedingter multipler logistischer Regression unter Verwendung eines validierten Fragebogens zur Ernährungshäufigkeit mit 78 Items berechnet.

Autoren: Adami, Hans-Olov, Dragsted, Lars, Enig, Bent, Hansen, Jens, Haraldsdóttir, Jóhanna, Hill, Michael J., Holm, Lars Erik, Knudsen, Ib, Larsen, Jens-Jorgen, Lutz, Werner K., Osler, Merete, Overvad, Kim, Sabroe, Svend, Sanner, Tore, Sorensen, Thorkild I. A., Strube, Michael, Thorling, Eivind B.

Veröffentlicht: 1. Januar 1993

Die Expertenkommission identifizierte Kehlkopfkrebs als eine von vier Krebsarten, die am stärksten mit Alkoholkonsum in Verbindung stehen, und nannte neben Kehlkopfkrebs auch Mund-, Speiseröhren- und Leberkrebs. Die Einstufung alkoholischer Getränke durch die IARC als krebserregend für den Menschen wurde bestätigt. Der durchschnittliche Alkoholkonsum bei Erwachsenen in Dänemark hat sich zwischen 1955 und 1990 fast verdreifacht, von etwa 4 Litern auf 11 bis 12 Liter reinen Ethanol pro Person und Jahr, was etwa zwei bis drei alkoholische Getränke pro erwachsener Person und Tag entspricht. Ein erheblicher Teil der durch Alkohol verursachten Kehlkopfkrebsfälle ist auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen, und die wirksamste Maßnahme zur Reduzierung der Krebsinzidenz besteht darin, den Konsum alkoholischer Getränke zu verringern.