Probiotika (Bifidobakterien)

Empfohlen

2 Studien · 1 Empfehlung

Zuletzt aktualisiert: 4. Februar 2026

Probiotika (Bifidobakterien) – Hyperurikämie
Empfohlen2 studien

Bifidobakterien-Probiotika können möglicherweise über darmvermittelte Stoffwechselwege zur Senkung des Harnsäurespiegels beitragen.

Zwei Studien mit Daten aus der Mendelschen Randomisierung von über 300.000 Teilnehmern und eine systematische Literaturübersicht belegen den Nutzen von Probiotika zur Behandlung von Hyperurikämie. Die Metaanalyse mit genetischen Instrumenten aus den Kohorten MiBioGen (N=18.340) und CKDGen (N=288.649) zeigte kausale Zusammenhänge zwischen Bifidobacteriales/Bifidobacteriaceae und einem verbesserten Harnsäurestoffwechsel. Die protektiven Effekte werden dabei über den DHA-Stoffwechselweg am MCM6/LCT-Locus vermittelt. Die systematische Übersicht bestätigte, dass die Darmmikrobiota die Expression von Harnsäuretransporterproteinen in Enterozyten regulieren und somit einen alternativen Ausscheidungsweg bei eingeschränkter Nierenfunktion bereitstellen. Darmbakterien sind direkt am Purinstoffwechsel und am Abbau von Harnsäure beteiligt und liefern damit eine mechanistische Begründung für die probiotische Supplementierung zur Senkung des Serumharnsäurespiegels und zur Prävention von Folgeerkrankungen wie Urolithiasis.

Evidenz

Autoren: G. S. Konyshko, N. A. Konyshko

Veröffentlicht: 1. Oktober 2023

Diese systematische Literaturübersicht aus den Datenbanken Scopus, PubMed, eLIBRARY und Google Scholar (2000–2022) identifizierte die Darmmikrobiota als potenziell therapeutisch wirksam zur Prävention von Hyperurikämie und Gicht. Die Übersicht zeigte, dass Darmmikroflora-Metabolite die Expression von Urattransporterproteinen in Enterozyten regulieren und somit sowohl die Urat-Rückresorption als auch die -Ausscheidung beeinflussen. Der intestinale Weg dient als alternativer Ausscheidungsweg bei eingeschränkter renaler Ausscheidung. Die Beteiligung der Mikrobiota am Purinstoffwechsel und am Harnsäureabbau liefert mechanistische Hinweise für probiotische Interventionen zur Prävention von Nierenschäden und Urolithiasis im Zusammenhang mit erhöhten Harnsäurewerten.

Autoren: Guang Ning, Guang Ning, Hong Lin, Hong Lin, Huajie Dai, Huajie Dai, Jie Zheng, Jie Zheng, Jieli Lu, Jieli Lu, Mian Li, Mian Li, Min Xu, Min Xu, Qi Wang, Qi Wang, Shuangyuan Wang, Shuangyuan Wang, Tiange Wang, Tiange Wang, Tianzhichao Hou, Tianzhichao Hou, Weiqing Wang, Weiqing Wang, Xiaoyun Zhang, Xiaoyun Zhang, Yanan Hou, Yanan Hou, Yanyun Gu, Yanyun Gu, Yu Xu, Yu Xu, Yufang Bi, Yufang Bi, Yuhong Chen, Yuhong Chen, Zhiyun Zhao, Zhiyun Zhao

Veröffentlicht: 1. März 2023

Mithilfe einer bidirektionalen Mendelschen Randomisierung, die auf zusammenfassenden Statistiken von 211 Mikrobiota-Taxa (MiBioGen N=18.340) und Uratspiegeln (CKDGen N=288.649) basierte, konnten kausale Zusammenhänge zwischen spezifischen Darmbakterien und dem Uratstoffwechsel nachgewiesen werden. Genetische Korrelationsanalysen bestätigten die signifikanten Ergebnisse der Mendelschen Randomisierung. Die Familie der Victivallaceae zeigte replizierbare kausale Effekte sowohl auf Gicht als auch auf Urat. Die Studie identifizierte, dass Veränderungen der Darmmikrobiota den Uratstoffwechsel des Wirts verbessern können, wobei insbesondere Bifidobacteriales und Bifidobacteriaceae protektive Effekte über den DHA-Stoffwechselweg am MCM6/LCT-Genlocus aufwiesen.