purinreiche Lebensmittel

VermeidenVorsicht

21 Studien · 2 Empfehlungen

Zuletzt aktualisiert: 4. Februar 2026

purinreiche Lebensmittel – Gicht
Vermeiden15 studien

Vermeiden Sie purinreiche Lebensmittel, um Gichtanfällen vorzubeugen und die Harnsäurekristallisation zu reduzieren.

In 15 Studien, darunter klinische Leitlinien des ACR, BSR und der Italienischen Gesellschaft für Rheumatologie sowie systematische Übersichtsarbeiten, Kohortenstudien und Fall-Kontroll-Studien mit über 1.500 Teilnehmenden, erwies sich der Konsum purinreicher Lebensmittel durchgängig als stärkster diätetischer Risikofaktor für Gicht. Eine Fall-Kontroll-Studie mit 633 Gichtpatienten zeigte, dass diejenigen im höchsten Quintil der Purinaufnahme ein 4,76-fach höheres Risiko für wiederkehrende Gichtanfälle hatten als diejenigen im niedrigsten Quintil (p < 0,001). Purine tierischen Ursprungs wiesen besonders starke Assoziationen auf (OR 2,41). Eine Fall-Kontroll-Studie ergab für den Purinkonsum eine Odds Ratio (OR) von 5,14 (95 %-KI: 2,80–9,44) für Gichtarthritis. Die Mendelsche Randomisierungsanalyse von 107 Studien bestätigte Gicht als einzige Erkrankung, für die ein überzeugender kausaler Zusammenhang mit erhöhten Serumharnsäurewerten nachgewiesen werden konnte. Mehrere internationale Leitlinien empfehlen, den Verzehr von purinreichen Lebensmitteln einzuschränken, um den Serumuratspiegel unter 6 mg/dl zu halten, dem Schwellenwert, der die Kristallbildung verhindert.

Evidenz

Autoren: Fahrizal, Muhammad Ricko

Veröffentlicht: 15. August 2024

Eine Bevölkerungsuntersuchung in Kelurahan Kereng Bangkirai mittels GCU-Test mit Blutstechhilfe und Harnsäureteststreifen ergab, dass 41,9 % (13 von 31 Befragten) erhöhte Harnsäurewerte aufwiesen, während 58,1 % (18 Befragte) normale Werte hatten. Die Untersuchung kam zu dem Schluss, dass die Kontrolle harnsäureerhöhender Lebensmittel über die Ernährung für Gichtgefährdete unerlässlich ist. Die hohe Harnsäureprävalenz in der Bevölkerung unterstreicht die Wichtigkeit der Überwachung der Purinzufuhr.

Autoren: Harlianto, Netanja I, Harlianto, Zaneta N

Veröffentlicht: 1. November 2023

Diese systematische Übersichtsarbeit mit 315 Patienten mit spinaler Gicht zeigte, dass die Patientenmerkmale denen der systemischen Gicht ähnelten, mit einem Männerüberschuss von 81 % und einem Durchschnittsalter von 58,1 Jahren. Die Anzahl der Publikationen zu Fällen von spinaler Gicht hat seit 1950 zugenommen, wobei die meisten Fälle aus Institutionen in Asien (37,8 %, n = 119) und Nordamerika (30,5 %, n = 96) berichtet wurden. 34,2 % der Patienten (n = 108) wurden medikamentös behandelt, während 46,3 % einen chirurgischen Eingriff benötigten. Die Erkenntnis, dass spinale Gicht Ähnlichkeiten mit systemischer Gicht aufweist, spricht dafür, die Standard-Diättherapie bei Gicht anzuwenden, um dieser schwerwiegenden Komplikation möglicherweise vorzubeugen.

Autoren: Anugrah, Ramalah Tabah, Darni, Zahri, Dewi, DWS Suarse, Nelwetis, Nelwetis, Ngasirotun, Ngasirotun, Nuraeni, Ani, Rahayu, Hemma Siti, Syukri, Danisa Zumawaddah Warahmah, Tyas, Delina Septianing, Vrisilia, Slingga Anjely, Yosinda, Kristina Ratu

Veröffentlicht: 7. April 2023

In einer Bevölkerungsstudie mit 56 Teilnehmern in Pondok Labu, Indonesien, wiesen 46 Personen (82,1 %), die nicht häufig purinreiche Lebensmittel konsumierten, ein geringeres Risiko für Gichtarthritis auf. Bei 24 Teilnehmern (42,9 %) wurden erhöhte Harnsäurewerte festgestellt. Die Studie identifizierte den Konsum purinreicher Lebensmittel als einen wichtigen, beeinflussbaren Risikofaktor für die Entstehung von Gichtarthritis.

Autoren: Meilani, Debi, Samran, Samran, Suprianto, Suprianto

Veröffentlicht: 31. Dezember 2022

Eine Screening-Studie in Bandar Klippa, Bezirk Percut Sei Tuan (2022), identifizierte die Aufnahme von Purinen und Xanthinen über die Nahrung als primäre, beeinflussbare Risikofaktoren für erhöhte Harnsäurewerte im Blut. Der Screening-Grenzwert von 6,8 mg/dl markiert die Löslichkeitsgrenze der Harnsäure im Blut. Oberhalb dieses Wertes kommt es zur Kristallisation (Hyperurikämie). Anhaltende Hyperurikämie kann bei einem Teil der Betroffenen zu Gichtarthritis führen. Das Aufklärungsprogramm in der Bevölkerung zielte darauf ab, das Wissen über Harnsäurewerte zu verbessern, um das Gichtrisiko bei den Teilnehmern, die sich einem Harnsäuretest unterzogen, zu senken.

Autoren: Berner Hammer, Hilde, Haavardsholm, Espen A., Karoliussen, Lars F., Kvien, Tore K., Pérez Ruiz, Fernando, Sexton, Joe, Uhlig, Till

Veröffentlicht: 1. Januar 2022

Die prospektive Kohortenstudie NOR-Gout mit 211 Gichtpatienten zeigte, dass Gichtanfälle nach einer purinreichen Ernährung auftreten können. Mit einer Nachbeobachtungsrate von 88,2 % nach einem Jahr (n=186) und 82,0 % nach zwei Jahren (n=173) belegte die Studienpopulation (Durchschnittsalter 56,4 Jahre, 95,3 % männlich, durchschnittliche Krankheitsdauer 7,8 Jahre), dass Purine in der Ernährung weiterhin ein anerkannter Auslöser für Gichtanfälle bei Patienten unter harnsäuresenkender Therapie sind.

Autoren: Abeles, Aryeh M., Bae, Sangmee Sharon, Brignardello‐petersen, Romina, Dalbeth, Nicola, Danve, Abhijeet, FitzGerald, John D., Gelber, Allan C., Guyatt, Gordon, Harrold, Leslie R., Khanna, Dinesh, Khanna, Puja P., Kim, Seoyoung C., King, Charles, Lenert, Aleksander, Levy, Gerald, Libbey, Caryn, Mikuls, Ted, Mount, David, Neogi, Tuhina, Pillinger, Michael H., Poon, Samuel, Qasim, Anila, Rosenthal, Ann, Sehra, Shiv T., Sharma, Tarun Sudhir Kumar, Sims, James Edward, Singh, Jasvinder A., Smith, Benjamin J., Toprover, Michael, Turgunbaev, Marat, Turner, Amy S., Wenger, Neil S., Zeng, Linan, Zhang, Mary Ann

Veröffentlicht: 1. Juni 2020

Die ACR-Leitlinie zu Gicht aus dem Jahr 2020, die auf einer systematischen Auswertung der verfügbaren Evidenz und der GRADE-Methodik basiert, behandelt die Purinrestriktion in der Ernährung als Teil der Empfehlungen zur Lebensstiländerung. Acht männliche Gichtpatienten waren Teil des Leitlinien-Expertengremiums und brachten ihre Präferenzen und Perspektiven ein. Die 42 Empfehlungen, die im Rahmen des evidenzbasierten Konsensprozesses erarbeitet wurden, beinhalten auch Ernährungsumstellungen zur Reduzierung der Purinzufuhr.

Autoren: Mallen, Roddy

Veröffentlicht: 26. Mai 2017

Die Leitlinie der British Society for Rheumatology (Evidenzgrad III, Empfehlungsstärke 92 %) empfiehlt, im Rahmen einer umfassenden Ernährungstherapie bei Gicht den übermäßigen Verzehr purinreicher Lebensmittel zu vermeiden. Diese Empfehlung ist in eine ausgewogene Ernährung integriert, die fett- und zuckerarm, reich an Gemüse und Ballaststoffen ist und Patienten dabei helfen soll, Harnsäurewerte im Serum unter 300–360 µmol/l zu erreichen und zu halten.

Autoren: Campbell, Harry, Ioannidis, John PA, Li, Xue, Meng, Xiangrui, Theodoratou, Evropi, Timofeeva, Maria, Tsilidis, Konstantinos K, Tzoulaki, Ioanna

Veröffentlicht: 10. Mai 2017

Diese Übersichtsarbeit analysierte 107 Studien zur Mendelschen Randomisierung, die 56 verschiedene Gesundheitsindikatoren untersuchten. Nur für einen Indikator – Gicht – konnte ein überzeugender kausaler Zusammenhang zwischen hohen Harnsäurewerten im Serum und einem erhöhten Erkrankungsrisiko nachgewiesen werden (p < 0,01). Die Mendelsche Randomisierung liefert starke genetische Belege für Kausalität, da sie genetische Varianten als Instrumentvariablen nutzt, um die kausale Beziehung zwischen Serumharnsäure und Gesundheitsindikatoren zu untersuchen und so Störfaktoren und Verzerrungen durch umgekehrte Kausalität zu minimieren.

Autoren: , Yuli Kusumawati, SKM, M.Kes, Fauzan, Aldhi

Veröffentlicht: 1. Januar 2017

Eine Fall-Kontroll-Studie mit 152 älteren Teilnehmern (76 Fälle, 76 Kontrollen) im Gesundheitszentrum Tanjungsari Pacitan ergab eine statistisch signifikante Korrelation zwischen Purinzufuhr und dem Auftreten von Gichtarthritis (p < 0,001). Die Fälle wurden per einfacher Zufallsstichprobe ausgewählt, die Kontrollen aus dem nächstgelegenen Wohnort. Die Chi-Quadrat-Analyse bestätigte den Zusammenhang zwischen dem Purinkonsum über die Nahrung und der Entwicklung von Gicht in dieser ostjavanischen Bevölkerungsgruppe, in der die Gichtprävalenz bei älteren Menschen 26,4 % erreicht.

Autoren: Aletaha, Daniel, Andrés, Mariano, Bijlsma, Johannes W., Bombardier, Claire, Branco, Jaime C., Buchbinder, Rachelle, Burgos-Vargas, Rubén, Carmona, Loreto, Catrina, Anca I., Edwards, Christopher J., Elewaut, Dirk, Falzon, Louise, Ferrari, Antonio J. L., Kiely, Patrick, Kydd, Alison S. R., Landewé, Robert B., Leeb, Burkhard F., Moi, John, Montecucco, Carlomaurizio, Müller-Ladner, Ulf, Seth, Rakhi, Sivera, Francisca, Sriranganathan, Melonie, van der Heijde, Désirée M., van Durme, Caroline, van Echteld, Irene, Vinik, Ophir, Wechalekar, Mihir D., Zochling, Jane, Østergaard, Mikkel

Veröffentlicht: 18. Juli 2013

Die Leitlinie der 3e-Initiative wurde mithilfe formaler Abstimmungsverfahren unter Beteiligung von 78 internationalen Rheumatologen entwickelt, die systematische Literaturrecherchen in verschiedenen Datenbanken, darunter Medline, Embase und Cochrane CENTRAL, durchführten. Die Studien wurden von zwei unabhängigen Gutachtern hinsichtlich Datenextraktion und Risikobewertung von Verzerrungen geprüft. Die Ernährungsumstellung, einschließlich Purinrestriktion, wurde in den sechs Empfehlungen zur Gichtbehandlung thematisiert. Der multinationale Konsens aus 14 Ländern erreichte eine durchschnittliche Übereinstimmung von 8,7 von 10 Punkten und bekräftigt damit die Bedeutung der Ernährungsumstellung als Bestandteil einer umfassenden Gichtbehandlung.

Autoren: Bianchi, G., Borghi, C., Bortoluzzi, A., Cerinic, M. M., Cimmino, M. A., D Avola, G. M., Desideri, G., Di Giacinto, G., Favero, M., Govoni, M., Grassi, W., LEONARDO PUNZI, Lombardi, A., Manara, M., Marangella, M., Medea, G., Minisola, G., Prevete, I., Ramonda, R., Scirè, C. A., Spadaro, A.

Veröffentlicht: 1. Januar 2013

Die von einem multidisziplinären Expertengremium aus Rheumatologen, Nephrologen, Kardiologen und Experten für evidenzbasierte Medizin entwickelte klinische Leitlinie der Italienischen Gesellschaft für Rheumatologie adaptierte zwölf EULAR-Empfehlungen an den italienischen Kontext. Die systematische Übersichtsarbeit sammelte gezielt weitere Evidenz zur Rolle der Ernährung in der nicht-pharmakologischen Behandlung von Gicht. Die Leitlinie nutzte EULAR-Ordinalskalen und visuelle Analogskalen zur Bewertung der Empfehlungsstärke und bezog Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten aus randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) ein, die, wo möglich, in einer Metaanalyse zusammengefasst wurden. Ernährungsinterventionen wurden im Delphi-Verfahren unter den Experten als prioritäres Forschungsthema identifiziert.

Autoren: Amiruddin, R. (Ridwan), Arsin, A. A. (A), Talarima, B. (Bellytra)

Veröffentlicht: 1. Dezember 2012

Eine Fall-Kontroll-Studie mit 196 Teilnehmern (98 Fälle, 98 Kontrollen) in Masohi ergab, dass der Konsum purinreicher Lebensmittel mit einer Odds Ratio von 5,14 (95 %-KI: 2,80–9,44) das höchste Risiko für Gichtarthritis aufwies. Eine multivariate logistische Regressionsanalyse bestätigte den purinreichen Lebensmittelkonsum als den dominantesten Faktor für das Auftreten von Gicht (p = 0,000). Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten für Gichtpatienten notwendig ist.

Autoren: Arellano, Becker, Becker, Becker, Bhole, Brook, Brook, Chao, Choi, Choi, Choi, Choi, Choi, Choi, Dalbeth, Dalbeth, Dalbeth, Dalbeth, Desai, Dessein, Grossman, Hande, Hande, Harrold, Hung, Hunt, Jordan, Jung, Khanna, Khanna, Krishnan, Krishnan, Lee, Lonjou, Lupton, McAdams DeMarco, Neogi, Neogi, Ottaviani, Perez-Ruiz, Perez-Ruiz, Perez-Ruiz, Pillinger, Pineda, Rees, Reinders, Reinders, Reinders, Roddy, Romeijnders, Schumacher, Shekelle, Singh, Singh, Singh, Somkrua, Stamp, Stamp, Stevenson, Sundy, Takahashi, Tassaneeyakul, Terkeltaub, Thiele, Thompson, Tsai, Yamanaka, Zhang, Zhang, Zhang, Zhang, Zhu, Zineh

Veröffentlicht: 1. Oktober 2012

Die ACR-Leitlinie legt fest, dass Gicht durch eine erhöhte Harnsäurebelastung des Körpers verursacht wird, definiert als Serumuratwert über 6,8–7,0 mg/dl. Die Leitlinie empfiehlt, den Serumuratwert auf mindestens 6 mg/dl, häufig 5 mg/dl, zu senken, um eine dauerhafte Besserung der Symptome zu erzielen. Die Patientenschulung zu Ernährung und Lebensstil wird in dieser klinischen Leitlinie, die unter Mitwirkung von 22 Experten entwickelt wurde, als zentrale therapeutische Maßnahme im Gichtmanagement aufgeführt.

Autoren: Chaisson, Christine E, Chen, Clara, Choi, Hyon, Hunter, David J., Neogi, Tuhina, Niu, Jingbo, Zhang, Yuqing

Veröffentlicht: 30. Mai 2012

Eine Fall-Kontroll-Studie mit 633 Gichtpatienten untersuchte die Purinzufuhr in den zwei Tagen vor einem Gichtanfall im Vergleich zu Kontrollperioden. Verglichen mit dem niedrigsten Quintil der Gesamtpurinzufuhr stiegen die Odds Ratios für wiederkehrende Gichtanfälle progressiv an: 1,17, 1,38, 2,21 und 4,76 für jedes aufsteigende Quintil (p für Trend < 0,001). Purine tierischen Ursprungs zeigten stärkere Assoziationen mit Odds Ratios von 1,42, 1,34, 1,77 und 2,41 über die Quintile hinweg (p für Trend < 0,001). Pflanzliche Purine wiesen eine schwächere Assoziation mit Odds Ratios von 1,12, 0,99, 1,32 und 1,39 auf (p = 0,04). Dieser Effekt blieb unabhängig von Geschlecht, Alkoholkonsum oder Medikamenteneinnahme, einschließlich Allopurinol, NSAR und Colchicin, bestehen.

Gout

Autoren: Underwood, Martin

Veröffentlicht: 1. Januar 2008

Die systematische Übersichtsarbeit untersuchte die Empfehlung, die Purinzufuhr über die Nahrung zu reduzieren, als präventive Maßnahme gegen Gichtrezidive. Da 80 % der Gichtpatienten innerhalb von drei Jahren einen Rückfall erleiden, sind Präventionsstrategien von entscheidender Bedeutung. Die Übersichtsarbeit durchsuchte Medline, Embase, die Cochrane Library und weitere Datenbanken bis Juni 2008 und identifizierte 21 Studien, die die Einschlusskriterien erfüllten. Die Evidenzqualität für die Purinrestriktion wurde anhand des GRADE-Systems bewertet, ebenso wie die Evidenzqualität für andere Interventionen, darunter Alkoholreduktion und Gewichtsabnahme.

Vorsicht6 studien

Um den Harnsäurespiegel zu senken und Gichtanfällen vorzubeugen, sollten purinreiche Lebensmittel eingeschränkt werden.

Sechs Studien, darunter klinische Leitlinien, Kohortenstudien und eine systematische Übersichtsarbeit, belegen, dass purinreiche Lebensmittel einen beeinflussbaren Risikofaktor für Gicht darstellen. Die multinationale Leitlinie der 3e-Initiative (78 Rheumatologen aus 14 Ländern) empfiehlt eine purinarme Ernährung als ergänzende Behandlungsmaßnahme. Eine prospektive Kohortenstudie mit 211 Gichtpatienten bestätigte, dass Gichtanfälle nach dem Verzehr purinreicher Lebensmittel auftreten können. Populationsdaten zeigen, dass 45 % der Gichtpatienten mit aktiven Symptomen eine hohe Purinzufuhr angeben. Eine systematische Übersichtsarbeit von 33 Kohortenstudien ergab, dass Fleisch und purinreiche Lebensmittel das Risiko für einen Gichtanfall bei Männern und Frauen gleichermaßen erhöhen. Diagnostische Tests zeigten nach purinreichen Mahlzeiten signifikant höhere Harnsäurewerte bei Gichtpatienten im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen. Der zugrunde liegende Mechanismus beruht auf erhöhten Konzentrationen von Mononatriumurat-Kristallen, die Gelenkentzündungen auslösen.

Evidenz

Autoren: Berner Hammer, Hilde, Haavardsholm, Espen A., Karoliussen, Lars F., Kvien, Tore K., Pérez Ruiz, Fernando, Sexton, Joe, Uhlig, Till

Veröffentlicht: 1. Januar 2022

In dieser prospektiven Kohortenstudie mit 211 Gichtpatienten (95,3 % Männer, Durchschnittsalter 56,4 Jahre, durchschnittliche Krankheitsdauer 7,8 Jahre) wird im Abstract explizit darauf hingewiesen, dass ein Gichtanfall nach einer purinreichen Ernährung auftreten kann. Die Studie untersuchte 186 Patienten (88,2 % Abschlussrate) im ersten Jahr und 173 Patienten (82,0 %) im zweiten Jahr und dokumentierte den Zusammenhang zwischen Ernährungsfaktoren und dem Auftreten von Gichtanfällen.

Autoren: Bo, Xiangjie, Gao, Wei, Hsiai, Tzung K., Kogan, Adam, Li, Zhaoping, Min, Jihong, Pak, On Shun, Song, Yu, Tu, Jiaobing, Wang, Minqiang, Yang, Yiran, Zhang, Haixia, Zhu, Lailai

Veröffentlicht: 1. Februar 2020

In einer Studie zur diagnostischen Genauigkeit, in der Gichtpatienten mit gesunden Kontrollpersonen verglichen wurden, wurde der Harnsäurespiegel im Schweiß nach einer purinreichen Mahlzeit mithilfe eines lasergeätzten, tragbaren Sensors gemessen. Die Harnsäurekonzentration im Schweiß war bei Gichtpatienten signifikant höher als bei gesunden Probanden; ein ähnlicher Trend zeigte sich auch bei den Serumwerten. Die Studie untersuchte sowohl trainierte als auch untrainierte Probanden unter Belastung und nach einer purinreichen Mahlzeit und demonstrierte damit die Fähigkeit des Sensors, niedrige, mit Gicht assoziierte Harnsäurekonzentrationen kontinuierlich zu erfassen.

Autoren: Belcher, John, Evans, Peter L., Hay, Charles A., Mallen, Christian D., Prior, James A., Roddy, Edward

Veröffentlicht: 1. Dezember 2019

Die systematische Übersichtsarbeit untersuchte purinreiche Lebensmittel, darunter Fleisch und purinreiches Gemüse, als Risikofaktoren für das Auftreten von Gicht in 33 Kohortenstudien, die bis März 2019 recherchiert wurden. Die Übersichtsarbeit analysierte diese Ernährungsfaktoren sowohl in der Allgemeinbevölkerung als auch in der Primärversorgung. Von den 20 Studien, die das Risiko zwischen den Geschlechtern verglichen, zeigten die meisten Ernährungsrisikofaktoren, einschließlich Fleischkonsum, ein ähnlich erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Gicht bei Männern und Frauen.

Autoren: ., Modesta Ferawati

Veröffentlicht: 14. November 2018

Eine Charakteristikaanalyse von 40 Patienten mit Gichtarthritis ergab, dass 45 % angaben, purinreiche Lebensmittel zu konsumieren. Die Studienteilnehmer litten unter akuten Gichtschmerzen, die eine Behandlung erforderten, und dieses Ernährungsmuster war weit verbreitet. In Kombination mit anderen beobachteten Risikofaktoren (47,5 % Übergewicht/Adipositas) stellt eine hohe Purinzufuhr einen beeinflussbaren Ernährungsfaktor bei dieser Patientengruppe mit Gichtarthritis-Symptomen dar.

Autoren: Aletaha, Daniel, Andres, Mariano, Bijlsma, Johannes W., Bombardier, Claire, Branco, Jaime C., Buchbinder, Rachelle, Burgos-Vargas, Ruben, Carmona, Loreto, Catrina, Anca I., Edwards, Christopher J., Elewaut, Dirk, Falzon, Louise, Ferrari, Antonio J. L., Kiely, Patrick, Kydd, Alison S. R., Landewe, Robert B., Leeb, Burkhard F., Moi, John, Montecucco, Carlomaurizio, Mueller-Ladner, Ulf, Ostergaard, Mikkel, Seth, Rakhi, Sivera, Francisca, Sriranganathan, Melonie, van der Heijde, Desiree M., van Durme, Caroline, van Echteld, Irene, Vinik, Ophir, Wechalekar, Mihir D., Zochling, Jane

Veröffentlicht: 1. Februar 2014

Die klinische Leitlinie der 3e-Initiative wurde von 78 Rheumatologen aus 14 Ländern mithilfe einer systematischen Literaturrecherche entwickelt. Nach formalen Abstimmungsverfahren und mehreren Diskussionsrunden wurden multinationale Empfehlungen mit Evidenzbewertung formuliert. Die Übereinstimmungsrate lag zwischen 8,1 und 9,2 (Mittelwert 8,7 von 10). Die Leitlinie behandelt sowohl pharmakologische als auch nicht-pharmakologische Therapieansätze, wobei die Purinrestriktion in der Ernährung als ergänzende Maßnahme anerkannt wird. Die systematische Recherche umfasste Medline, Embase, Cochrane CENTRAL sowie die Abstracts der EULAR- und ACR-Kongresse 2010–2011.

Autoren: Martini, S. (Santi), Muniroh, L. (Lailatul), Nindya, T. S. (Triska), Solfaine, R. (Rondius)

Veröffentlicht: 1. Dezember 2010

Diese randomisierte, kontrollierte Studie belegte, dass erhöhte Konzentrationen von Mononatriumuratkristallen in Gelenken und Weichgewebe Entzündungen bei Gichtarthritis auslösen. Die Studienpopulation bestand aus Gichtpatienten mit purinreicher Ernährung. Indonesische Daten zeigen eine Gichtprävalenz von 29 %, wobei die Raten bei den ethnischen Gruppen der Minahasa, Toraja und Batak höher sind. In Asien liegt die Prävalenz in entwickelten Ländern zwischen 2 und 15 %. Der Entzündungsmarker TNF-α wurde verwendet, um den Zusammenhang zwischen Purinzufuhr, Uratspiegeln und Gelenkentzündung bei den Studienteilnehmern zu untersuchen.