Pflanzliches Protein

VorsichtEmpfohlen

2 Studien · 2 Empfehlungen

Zuletzt aktualisiert: 3. Februar 2026

Pflanzliches Protein – Gicht
Vorsicht1 studien

Sojaprotein erhöht aufgrund seines Puringehalts den Harnsäurespiegel.

Sojaproteinpräparate enthalten erhebliche Mengen an Purinen, die im menschlichen Körper zu Harnsäure verstoffwechselt werden. Erhöhte Harnsäurewerte im Blutserum stehen in direktem Zusammenhang mit einem erhöhten Gichtrisiko. Daher sollten Personen mit Gicht oder Hyperurikämie ihren Sojaproteinkonsum einschränken.

Evidenz

Autoren: Raaij, J.M.A., van

Veröffentlicht: 1. Januar 1982

In kontrollierten Ernährungsstudien am Menschen wiesen Probanden, die Sojaprotein zu sich nahmen, signifikant höhere Serumuratwerte auf als Probanden, die Casein zu sich nahmen. Caseinate sind praktisch purinfrei, während Sojaproteinpräparate, wie Fleisch und andere Proteinquellen, erhebliche Mengen an Purinen enthalten. Harnsäure ist das Endprodukt des menschlichen Purinstoffwechsels. Die Prävalenz von Gicht korreliert direkt mit der Serumuratkonzentration, weshalb dieser Befund klinisch relevant für Personen mit einem erhöhten Gichtrisiko oder für diejenigen ist, die Gicht behandeln.

Empfohlen1 studien

Es besteht kein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von pflanzlichem Eiweiß und erhöhten Harnsäurewerten.

Im Gegensatz zu tierischem Eiweiß, dessen Verzehr bei der Gichttherapie häufig eingeschränkt wird, können pflanzliche Proteinquellen ohne Bedenken hinsichtlich eines Anstiegs des Harnsäurespiegels konsumiert werden. Diese Fall-Kontroll-Studie ergab keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Aufnahme von pflanzlichem Eiweiß und dem Serumharnsäurespiegel, was darauf hindeutet, dass pflanzliche Proteine eine sicherere Proteinalternative für Gichtpatienten darstellen können.

Evidenz

Autoren: Sari, Devy Sukma, Probosari, Enny

Veröffentlicht: 1. Oktober 2015

Eine Fall-Kontroll-Studie mit 46 Probanden (23 mit erhöhten Harnsäurewerten, 23 mit normalen Werten) wurde im Gesundheitszentrum Banjarnegara durchgeführt. Die durchschnittliche Aufnahme pflanzlicher Proteine betrug 46,6 ± 17,98 g/Tag in der Gruppe mit erhöhten Harnsäurewerten gegenüber 41,9 ± 12,21 g/Tag in der Kontrollgruppe. Statistische Analysen mittels Pearson-Produkt-Moment- und Spearman-Rangkorrelationstests ergaben keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Aufnahme pflanzlicher Proteine und den Harnsäurewerten (p > 0,05). Eine multivariate Analyse mittels multipler linearer Regression bestätigte ebenfalls das Fehlen eines Zusammenhangs.