Körperliche Aktivität

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Zuletzt aktualisiert: 4. Februar 2026

Körperliche Aktivität – Gicht
Empfohlen9 studien

Regelmäßige körperliche Aktivität reduziert das Gichtrisiko deutlich und lindert Gelenkschmerzen.

Neun Studien mit über 700 Teilnehmenden belegen, dass körperliche Aktivität sowohl präventive als auch therapeutische Vorteile bei Gicht bietet. Fall-Kontroll-Studien zeigen, dass unzureichende körperliche Aktivität das Gichtrisiko um das 15-Fache erhöht (OR = 15,00, p = 0,007), während 83,9 % der aktiven Personen in Screening-Studien ein niedrigeres Risikoprofil aufwiesen. Eine präexperimentelle Interventionsstudie ergab, dass Bewegungsprogramme bei älteren Menschen die Schmerzen der Gichtarthritis signifikant von mittelgradig auf leicht reduzierten (p = 0,001). Drei prospektive Kohortenstudien mit 444 Gichtpatienten identifizierten unzureichende körperliche Aktivität als modifizierbaren Risikofaktor für metabolische Komplikationen, einschließlich Typ-2-Diabetes, der sich bei 24,3 % der Teilnehmenden innerhalb von 2–8 Jahren entwickelte. Gesundheitsprogramme empfehlen daher regelmäßig tägliche körperliche Aktivität, um einen gesunden Harnsäurespiegel aufrechtzuerhalten und das Fortschreiten einer Hyperurikämie zu symptomatischer Gicht zu verhindern.

Evidenz

Autoren: Simon, Serliana

Veröffentlicht: 6. November 2025

Eine präexperimentelle Studie mit einem Prä-Post-Test-Design (eine Gruppe) untersuchte 25 ältere Teilnehmer mit Gichtarthritis in der Yayasan Al-Marhamah in Tarakan. Vor der Bewegungstherapie gaben die meisten Teilnehmer mäßige Schmerzen (Skala 4–6) auf der Numerischen Rating-Skala (NRS) an. Nach der Teilnahme am Bewegungsprogramm für Senioren berichtete die Mehrheit über leichte Schmerzen (Skala 1–3). Die Analyse mittels Wilcoxon-Vorzeichenrangtest ergab eine statistisch signifikante Schmerzreduktion (p = 0,001 < 0,05), was die positive Wirkung der Bewegungstherapie auf die Schmerzen bei Gichtarthritis bestätigt.

Autoren: Fahrizal, Muhammad Ricko

Veröffentlicht: 15. August 2024

Eine Gesundheitsuntersuchung in Kelurahan Kereng Bangkirai mit 31 Teilnehmern ergab, dass 41,9 % (13 Befragte) erhöhte Harnsäurewerte aufwiesen, die ein Eingreifen erforderlich machten. Die Empfehlungen zur Gesundheitsaufklärung betonten tägliche körperliche Aktivität als wichtige Lebensstiländerung zur Aufrechterhaltung eines gesunden Harnsäurespiegels. Auch den 58,1 % mit normalen Werten wurde empfohlen, regelmäßig Sport zu treiben, um ihren Gesundheitszustand zu erhalten.

Autoren: Anugrah, Ramalah Tabah, Darni, Zahri, Dewi, DWS Suarse, Nelwetis, Nelwetis, Ngasirotun, Ngasirotun, Nuraeni, Ani, Rahayu, Hemma Siti, Syukri, Danisa Zumawaddah Warahmah, Tyas, Delina Septianing, Vrisilia, Slingga Anjely, Yosinda, Kristina Ratu

Veröffentlicht: 7. April 2023

Eine Untersuchung von 56 Gemeindemitgliedern ergab, dass 47 Teilnehmer (83,9 %), die regelmäßig körperlich aktiv waren, ein geringeres Gichtrisiko aufwiesen. Bewegungsmangel wurde neben Übergewicht, purinreicher Ernährung, Alkoholkonsum, Rauchen und familiärer Vorbelastung als einer von sechs Hauptrisikofaktoren für Gichtarthritis identifiziert.

Autoren: Meilani, Debi, Samran, Samran, Suprianto, Suprianto

Veröffentlicht: 31. Dezember 2022

Das 2022 im Bezirk Percut Sei Tuan durchgeführte Screening-Programm identifizierte neben purinreicher Ernährung, Alkoholkonsum, ethnischer Zugehörigkeit und Alter auch körperliche Aktivität als Faktor, der den Harnsäurespiegel im Blut beeinflusst. Hyperurikämie (Harnsäurespiegel im Blut über 6,8 mg/dl) bezeichnet einen Zustand, bei dem die Harnsäure ihre Löslichkeitsgrenze im Blut überschreitet. Die Aufklärungskampagne zielte darauf ab, das Bewusstsein der Bevölkerung für diese beeinflussbaren Faktoren zu schärfen, um das Fortschreiten von Hyperurikämie zu symptomatischer Gichtarthritis mit starken Gelenkschmerzen zu verhindern.

Autoren: E. L. Nasonov, M. S. Eliseev, O. V. Zheliabina, S. I. Glukhova

Veröffentlicht: 1. Juli 2022

Die prospektive Kohortenstudie mit 444 Gichtpatienten berücksichtigte unzureichende körperliche Aktivität im multivariaten logistischen Regressionsmodell zur Analyse der Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes. Im Verlauf einer medianen Nachbeobachtungszeit von 5,66 Jahren entwickelten 24,3 % der Teilnehmer einen Diabetes. Obwohl die Studie primär gichtspezifische Faktoren untersuchte, wurde das Ausmaß körperlicher Aktivität zusammen mit anderen beeinflussbaren Faktoren wie Ernährung und einem BMI ≥ 30 kg/m² in die umfassende Risikobewertung einbezogen.

Autoren: M. N. Chikina, M. S. Eliseev, O. V. Zhelyabina, S. I. Glukhova, T. S. Panevin, М. Н. Чикина, М. С. Елисеев, О. В. Желябина, С. И. Глухова, Т. С. Паневин

Veröffentlicht: 19. Februar 2022

Diese prospektive Kohortenstudie begleitete 444 Gichtpatienten ohne Diabetes über einen Zeitraum von zwei bis acht Jahren. Unzureichende körperliche Aktivität war einer der untersuchten Risikofaktoren für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes. Im Beobachtungszeitraum entwickelten 108 Patienten (24,3 %) einen Typ-2-Diabetes. Die Studie unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung veränderbarer Lebensstilfaktoren, insbesondere des Aktivitätsniveaus, um metabolische Komplikationen bei Gichtpatienten zu reduzieren.

Autoren: M. N. Chikina, M. S. Eliseev, O. V. Zhelyabina, S. I. Glukhova, T. S. Panevin

Veröffentlicht: 1. Februar 2022

Diese prospektive Kohortenstudie begleitete 444 Gichtpatienten über einen Zeitraum von 2–8 Jahren, wobei 108 (24,3 %) einen Typ-2-Diabetes entwickelten. Unzureichende körperliche Aktivität wurde als einer der konventionellen, beeinflussbaren Risikofaktoren berücksichtigt. Die Studie zeigte, dass Gichtpatienten ein erhöhtes Diabetesrisiko aufweisen, das sowohl auf traditionelle Faktoren als auch auf gichtspezifische Mechanismen wie Hyperurikämie und mikrokristalline Entzündung zurückzuführen ist. Dies unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung beeinflussbarer Lebensstilfaktoren.

Autoren: Adnani, Hariza, Magfira, Nurul

Veröffentlicht: 6. August 2021

Eine Fall-Kontroll-Studie mit 34 älteren Teilnehmern im Posyandu Cinta Lansia Banguntapan Bantul untersuchte den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Harnsäurespiegel. Es zeigte sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Gicht (p = 0,007). Personen mit unzureichender körperlicher Aktivität hatten ein 15-fach höheres Risiko, an Gicht zu erkranken, als Personen mit ausreichender Aktivität (OR = 15,00). Zur Datenerhebung wurde der PAL-Fragebogen (Physical Activity Level) verwendet, die Datenanalyse erfolgte mittels Chi-Quadrat-Test. Basierend auf diesen Ergebnissen empfehlen die Forscher den älteren Mitarbeitern der Posyandu-Einrichtungen, die Bewegungsprogramme zur Gichtprävention zu verbessern.

Autoren: , Yuli Kusumawati, SKM, M.Kes, Fauzan, Aldhi

Veröffentlicht: 1. Januar 2017

Eine Fall-Kontroll-Studie mit 152 älteren Personen in Pacitan, Ostjava, untersuchte den Zusammenhang zwischen Bewegung und Gichtarthritis. Der Vergleich von 76 Fällen mit 76 passenden Kontrollpersonen ergab mittels Chi-Quadrat-Test eine statistisch signifikante Korrelation zwischen Bewegungsgewohnheiten und Gichtinzidenz (p < 0,001). Die Studienpopulation stammte aus einer Region in Ostjava mit einer Gichtprävalenz von 26,4 % bei älteren Menschen, wobei Pacitan selbst eine Prävalenz von 13,2 % aufwies. Mangelnde regelmäßige körperliche Aktivität wurde als signifikanter Risikofaktor für die Entwicklung von Gichtarthritis identifiziert.