Alkohol

VermeidenVorsicht

20 Studien · 2 Empfehlungen

Zuletzt aktualisiert: 4. Februar 2026

Alkohol – Gicht
Vermeiden17 studien

Alkohol erhöht das Gichtrisiko deutlich und sollte vermieden werden, um Gichtanfälle zu verhindern.

In 17 Studien, darunter Übersichtsarbeiten, systematische Reviews, klinische Leitlinien von ACR, BSR und EULAR, Kohortenstudien und Fall-Kontroll-Studien, erweist sich Alkohol durchgängig als ein wichtiger, beeinflussbarer Risikofaktor für Gicht. Fall-Kontroll-Daten aus Neuseeland (1.431 Gichtfälle, 1.205 Kontrollen) zeigen, dass Alkoholkonsum das Gichtrisiko bei bestimmten genetischen Prädispositionen um das bis zu 4,18-Fache erhöht. Eine japanische Kohortenstudie (3.188 Männer, mediane Nachbeobachtungszeit 14,6 Jahre) ergab, dass der tägliche Konsum von ≥46 g Ethanol das Risiko für Hyperurikämie/Gicht um 41 % erhöht (HR 1,41, 95 %-KI: 1,13–1,75). Die ACR-Leitlinie von 2020 empfiehlt bedingt die Einschränkung des Alkoholkonsums; die BSR-Leitlinie (92 % Zustimmung) rät ausdrücklich zur Vermeidung übermäßigen Alkoholkonsums. Mendelsche Randomisierungsstudien liefern überzeugende Kausalbeweise dafür, dass ein erhöhter Harnsäurespiegel im Serum – bedingt durch Alkoholkonsum – das Gichtrisiko direkt erhöht. Ein internationaler Konsens von 78 Rheumatologen aus 14 Ländern erreichte eine Übereinstimmung von 8,7 % hinsichtlich der Alkoholreduktion als zentrale Behandlungsstrategie.

Evidenz

Autoren: Hayama-Terada M, Imano H, Iso H, Kihara T, Kishida R, Kitamura A, Kiyama M, Maruyama K, Muraki I, Ohira T, Okada T, Sankai Tomoko, Shimizu Y, Takada M, Tanaka M, Teramura S, Umesawa M, Yamagishi Kazumasa

Veröffentlicht: 1. Oktober 2023

In einer Kohorte von 3188 Männern, die über einen medianen Zeitraum von 14,6 Jahren beobachtet wurden, entwickelten 733 eine Hyperurikämie oder Gicht. Im Vergleich zu Nichttrinkern wiesen Männer mit einem Ethanolkonsum von unter 46 g/Tag ein multivariables Hazard Ratio von 1,23 (95%-KI: 1,00–1,52) auf, und Männer mit einem Konsum von 46 g oder mehr Ethanol/Tag ein Hazard Ratio von 1,41 (95%-KI: 1,13–1,75). Dieser Zusammenhang blieb auch nach Adjustierung für Raucherstatus, BMI, Hypertonie, Diabetes, Hypercholesterinämie und Hypertriglyceridämie signifikant.

Autoren: Anugrah, Ramalah Tabah, Darni, Zahri, Dewi, DWS Suarse, Nelwetis, Nelwetis, Ngasirotun, Ngasirotun, Nuraeni, Ani, Rahayu, Hemma Siti, Syukri, Danisa Zumawaddah Warahmah, Tyas, Delina Septianing, Vrisilia, Slingga Anjely, Yosinda, Kristina Ratu

Veröffentlicht: 7. April 2023

Eine Screening-Studie mit 56 Teilnehmenden identifizierte Alkoholkonsum als einen der sechs Hauptrisikofaktoren für Gichtarthritis. Das Screening-Programm kombinierte Gesundheitsgespräche, körperliche Untersuchungen und Beratung, um diese beeinflussbaren Risikofaktoren zu erfassen. Insgesamt wiesen 42,9 % der Teilnehmenden (24 Personen) erhöhte Harnsäurewerte auf, die eine Intervention erforderlich machten.

Autoren: Meilani, Debi, Samran, Samran, Suprianto, Suprianto

Veröffentlicht: 31. Dezember 2022

Die Bandar-Klippa-Gemeindescreening-Studie (2022) identifizierte den Alkoholkonsum als einen von mehreren Faktoren, die die Harnsäurekonzentration im Blut beeinflussen, neben purinreicher Ernährung, ethnischer Zugehörigkeit, körperlicher Aktivität und Alter. Ein Harnsäurewert im Blut von über 6,8 mg/dl definiert Hyperurikämie, die Vorstufe von Gichtarthritis. Die gesundheitsfördernde Maßnahme in der Gemeinde kombinierte Harnsäuretests mit Beratung zu beeinflussbaren Risikofaktoren, einschließlich Alkoholkonsum, um das Wissen der Teilnehmenden zu verbessern und die Gichthäufigkeit zu senken.

Autoren: M. N. Chikina, M. S. Eliseev, O. V. Zhelyabina, S. I. Glukhova, T. S. Panevin, М. Н. Чикина, М. С. Елисеев, О. В. Желябина, С. И. Глухова, Т. С. Паневин

Veröffentlicht: 19. Februar 2022

In dieser prospektiven Kohortenstudie mit 444 Gichtpatienten (395 Männer, 49 Frauen), die über einen Zeitraum von 2–8 Jahren beobachtet wurden, wurde ein Alkoholkonsum von mehr als 20 Einheiten pro Woche als potenzieller Risikofaktor für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes untersucht. Von den 444 Patienten entwickelten 108 (24,3 %) im Beobachtungszeitraum einen Typ-2-Diabetes. Die Studie identifizierte mehrere modifizierbare Risikofaktoren, die das Diabetesrisiko in dieser Population erhöhten.

Autoren: M. N. Chikina, M. S. Eliseev, O. V. Zhelyabina, S. I. Glukhova, T. S. Panevin

Veröffentlicht: 1. Februar 2022

In dieser prospektiven Kohortenstudie mit 444 Gichtpatienten (395 Männer, 49 Frauen), die über einen Zeitraum von 2–8 Jahren beobachtet wurden, wurde ein Alkoholkonsum von mehr als 20 Einheiten pro Woche als potenzieller Risikofaktor für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes untersucht. Innerhalb der Kohorte entwickelten 108 Patienten (24,3 %) im Beobachtungszeitraum einen Typ-2-Diabetes. Die Studie untersuchte verschiedene Lebensstil- und klinische Risikofaktoren, um deren Beitrag zum Ausbruch von Diabetes in dieser Hochrisikopopulation zu bestimmen.

Autoren: Berner Hammer, Hilde, Haavardsholm, Espen A., Karoliussen, Lars F., Kvien, Tore K., Pérez Ruiz, Fernando, Sexton, Joe, Uhlig, Till

Veröffentlicht: 1. Januar 2022

In dieser prospektiven Kohortenstudie mit 211 Gichtpatienten (mittleres Alter 56,4 Jahre, Standardabweichung 13,7; 95,3 % Männer; mittlere Krankheitsdauer 7,8 Jahre, Standardabweichung 7,6) bestätigten die Forscher, dass Gichtanfälle nach Alkoholkonsum auftreten können. Die Studie begleitete die Patienten über zwei Jahre, wobei 186 Patienten (88,2 %) die Nachbeobachtung nach einem Jahr und 173 (82,0 %) die nach zwei Jahren abschlossen. Der nachgewiesene Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und dem Auftreten von Gichtanfällen unterstützt die Bedeutung einer Ernährungsumstellung als Bestandteil der Gichttherapie.

Autoren: Abeles, Aryeh M., Bae, Sangmee Sharon, Brignardello‐petersen, Romina, Dalbeth, Nicola, Danve, Abhijeet, FitzGerald, John D., Gelber, Allan C., Guyatt, Gordon, Harrold, Leslie R., Khanna, Dinesh, Khanna, Puja P., Kim, Seoyoung C., King, Charles, Lenert, Aleksander, Levy, Gerald, Libbey, Caryn, Mikuls, Ted, Mount, David, Neogi, Tuhina, Pillinger, Michael H., Poon, Samuel, Qasim, Anila, Rosenthal, Ann, Sehra, Shiv T., Sharma, Tarun Sudhir Kumar, Sims, James Edward, Singh, Jasvinder A., Smith, Benjamin J., Toprover, Michael, Turgunbaev, Marat, Turner, Amy S., Wenger, Neil S., Zeng, Linan, Zhang, Mary Ann

Veröffentlicht: 1. Juni 2020

Die 2020 vom American College of Rheumatology (ACR) herausgegebene Leitlinie zur Behandlung von Gicht, die mithilfe der GRADE-Methodik, einer systematischen Literaturrecherche und Netzwerk-Metaanalysen entwickelt wurde, empfiehlt unter bestimmten Voraussetzungen die Einschränkung des Alkoholkonsums für Patienten mit Gicht. Die Leitlinie wurde von einem Expertengremium aus 20 Fachleuten, darunter Rheumatologen, Internisten, Nephrologen und Patientenvertreter, erstellt. Von den insgesamt 42 Empfehlungen wurden Lebensstiländerungen, einschließlich der Einschränkung des Alkoholkonsums, als Bestandteil umfassender Behandlungsstrategien für Gicht berücksichtigt.

Autoren: Belcher, John, Evans, Peter L., Hay, Charles A., Mallen, Christian D., Prior, James A., Roddy, Edward

Veröffentlicht: 1. Dezember 2019

Diese systematische Übersichtsarbeit analysierte 33 Kohortenstudien aus MEDLINE, EMBASE, CINAHL und der Cochrane Library bis März 2019. Von den 20 Studien (60,6 %), die Risikofaktoren direkt nach Geschlecht verglichen, zeigte Alkoholkonsum einen ähnlichen Anstieg des Gichtrisikos bei Männern und Frauen. Die Übersichtsarbeit untersuchte Alkohol als einen der wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren und fand konsistente Zusammenhänge in mehreren bevölkerungsbasierten Kohortenstudien, die neu aufgetretene Gichtfälle in der Allgemeinbevölkerung untersuchten.

Autoren: Mallen, Roddy

Veröffentlicht: 26. Mai 2017

Die BSR/BHPR-Leitlinie (Evidenzgrad III, Empfehlungsstärke 92 %) empfiehlt ausdrücklich, dass Patienten mit Gicht übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden sollten. Diese Ernährungsempfehlung ist Bestandteil der von der British Society for Rheumatology befürworteten Strategie zur Lebensstiländerung und wurde vom Royal College of General Practitioners für die Behandlung von Gicht sowohl in der Primärversorgung als auch im Krankenhausbereich geprüft und bestätigt.

Autoren: Campbell, Harry, Ioannidis, John PA, Li, Xue, Meng, Xiangrui, Theodoratou, Evropi, Timofeeva, Maria, Tsilidis, Konstantinos K, Tzoulaki, Ioanna

Veröffentlicht: 10. Mai 2017

Die Übersichtsarbeit lieferte durch Mendelsche Randomisierungsstudien überzeugende Belege dafür, dass erhöhte Serumharnsäurewerte das Gichtrisiko ursächlich erhöhen. Von 136 untersuchten Gesundheitsindikatoren in Beobachtungsstudien, randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) und Mendelschen Randomisierungsstudien war Gicht neben Nierensteinen eine von nur zwei Erkrankungen, für die ein überzeugender oder starker kausaler Zusammenhang mit dem Serumharnsäurespiegel nachgewiesen werden konnte. Ernährungsfaktoren, die den Harnsäurespiegel erhöhen, darunter Alkohol, tragen direkt zu diesem Kausalzusammenhang bei.

Autoren: Aletaha, Daniel, Andres, Mariano, Bijlsma, Johannes W., Bombardier, Claire, Branco, Jaime C., Buchbinder, Rachelle, Burgos-Vargas, Ruben, Carmona, Loreto, Catrina, Anca I., Edwards, Christopher J., Elewaut, Dirk, Falzon, Louise, Ferrari, Antonio J. L., Kiely, Patrick, Kydd, Alison S. R., Landewe, Robert B., Leeb, Burkhard F., Moi, John, Montecucco, Carlomaurizio, Mueller-Ladner, Ulf, Ostergaard, Mikkel, Seth, Rakhi, Sivera, Francisca, Sriranganathan, Melonie, van der Heijde, Desiree M., van Durme, Caroline, van Echteld, Irene, Vinik, Ophir, Wechalekar, Mihir D., Zochling, Jane

Veröffentlicht: 1. Februar 2014

Ein Gremium aus 78 internationalen Rheumatologen aus 14 Ländern (Europa, Südamerika und Australien/Neuseeland) erarbeitete evidenzbasierte Empfehlungen auf Grundlage einer systematischen Literaturrecherche in den Datenbanken Medline, Embase und Cochrane CENTRAL. Die Empfehlungen erzielten hohe Übereinstimmungswerte zwischen 8,1 und 9,2 von 10 Punkten (Mittelwert 8,7). Sechs der zehn Empfehlungen konzentrierten sich auf Managementaspekte, darunter Lebensstiländerungen. Die Leitlinie befasst sich insbesondere mit Ernährungsfaktoren, die zu Hyperurikämie beitragen, wobei Alkohol als beeinflussbarer Risikofaktor identifiziert wird, den Patienten selbst kontrollieren können.

Autoren: Aletaha, Daniel, Andrés, Mariano, Bijlsma, Johannes W., Bombardier, Claire, Branco, Jaime C., Buchbinder, Rachelle, Burgos-Vargas, Rubén, Carmona, Loreto, Catrina, Anca I., Edwards, Christopher J., Elewaut, Dirk, Falzon, Louise, Ferrari, Antonio J. L., Kiely, Patrick, Kydd, Alison S. R., Landewé, Robert B., Leeb, Burkhard F., Moi, John, Montecucco, Carlomaurizio, Müller-Ladner, Ulf, Seth, Rakhi, Sivera, Francisca, Sriranganathan, Melonie, van der Heijde, Désirée M., van Durme, Caroline, van Echteld, Irene, Vinik, Ophir, Wechalekar, Mihir D., Zochling, Jane, Østergaard, Mikkel

Veröffentlicht: 18. Juli 2013

Diese multinationale klinische Leitlinie, die von 78 internationalen Rheumatologen aus 14 Ländern (Europa, Südamerika und Australien/Neuseeland) im Rahmen der 3e-Initiative entwickelt wurde, enthält zehn evidenzbasierte Empfehlungen zum Gichtmanagement. Die systematische Literaturrecherche umfasste Medline, Embase, Cochrane CENTRAL sowie Abstracts der EULAR- und ACR-Kongresse 2010–2011. Lebensstiländerungen, einschließlich Alkoholreduktion, wurden in die Managementempfehlungen aufgenommen. Die Übereinstimmung innerhalb des Expertengremiums lag auf einer Skala von 1 bis 10 zwischen 8,1 und 9,2 (Mittelwert 8,7), was einen hohen Konsens über diese Empfehlungen belegt.

Autoren: Amanda Phipps-Green, Christopher Franklin, Douglas HN White, Humaira Rasheed, Jade E Hollis-Moffatt, Jennie Hindmarsh, Lisa K Stamp, Nicola Dalbeth, Peter B Jones, Ruth Topless, Tony R Merriman

Veröffentlicht: 1. Januar 2013

In dieser Fall-Kontroll-Studie mit 1205 Kontrollpersonen und 1431 Gichtpatienten aus Neuseeland zeigte sich bei Māori und Pazifikinsulanern ein positiver Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Gichtrisiko (0,2 % erhöhtes Risiko pro Gramm pro Woche, p = 0,004). Es wurde eine signifikante, nicht-additive Interaktion zwischen Alkoholkonsum und dem LRP2-Genotyp rs2544390 beobachtet (p-Interaktion = 0,001). In der CC-Genotypgruppe war jeglicher Alkoholkonsum mit einem 4,18-fach erhöhten Gichtrisiko verbunden (p = 6,6 × 10⁻⁵), während die CT/TT-Genotypgruppe nur ein 1,14-fach erhöhtes Risiko aufwies (p = 0,40). Die Autoren schließen daraus, dass diese Interaktion zeigt, dass Alkoholkonsum schützende genetische Effekte überlagert und somit die Evidenzbasis für eine Alkoholreduktion in der Gichttherapie stärkt.

Autoren: Bianchi, G., Borghi, C., Bortoluzzi, A., Cerinic, M. M., Cimmino, M. A., D Avola, G. M., Desideri, G., Di Giacinto, G., Favero, M., Govoni, M., Grassi, W., LEONARDO PUNZI, Lombardi, A., Manara, M., Marangella, M., Medea, G., Minisola, G., Prevete, I., Ramonda, R., Scirè, C. A., Spadaro, A.

Veröffentlicht: 1. Januar 2013

Diese klinische Leitlinie der Italienischen Gesellschaft für Rheumatologie entstand in Zusammenarbeit mit einer multidisziplinären Expertengruppe, die die Evidenz zur nicht-medikamentösen Gichttherapie systematisch überprüfte. Die Expertengruppe setzte sich aus Rheumatologen, Allgemeinmedizinern, Internisten, Geriatern, Nephrologen und Kardiologen zusammen, die die EULAR-Empfehlungen adaptierten. Evidenz zu Ernährungsfaktoren, einschließlich Alkohol, wurde durch eine systematische Literaturrecherche zusammengetragen, wobei Wirksamkeitsdaten aus randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) in einer Metaanalyse zusammengeführt wurden. Die Stärke der Ernährungsempfehlungen wurde anhand validierter EULAR-Skalen bewertet. Die Umsetzung dieser adaptierten Empfehlungen soll die Behandlungsergebnisse für Patienten im italienischen Gesundheitssystem verbessern.

Autoren: Amiruddin, R. (Ridwan), Arsin, A. A. (A), Talarima, B. (Bellytra)

Veröffentlicht: 1. Dezember 2012

In dieser Fall-Kontroll-Studie mit 98 Gichtpatienten und 98 Kontrollpersonen zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und dem Auftreten von Gichtarthritis (Odds Ratio 2,28; 95%-Konfidenzintervall: 1,29–4,05). Das vollständig über 1,0 liegende Konfidenzintervall belegt einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und erhöhtem Gichtrisiko.

Autoren: Arellano, Becker, Becker, Becker, Bhole, Brook, Brook, Chao, Choi, Choi, Choi, Choi, Choi, Choi, Dalbeth, Dalbeth, Dalbeth, Dalbeth, Desai, Dessein, Grossman, Hande, Hande, Harrold, Hung, Hunt, Jordan, Jung, Khanna, Khanna, Krishnan, Krishnan, Lee, Lonjou, Lupton, McAdams DeMarco, Neogi, Neogi, Ottaviani, Perez-Ruiz, Perez-Ruiz, Perez-Ruiz, Pillinger, Pineda, Rees, Reinders, Reinders, Reinders, Roddy, Romeijnders, Schumacher, Shekelle, Singh, Singh, Singh, Somkrua, Stamp, Stamp, Stevenson, Sundy, Takahashi, Tassaneeyakul, Terkeltaub, Thiele, Thompson, Tsai, Yamanaka, Zhang, Zhang, Zhang, Zhang, Zhu, Zineh

Veröffentlicht: 1. Oktober 2012

Die klinische Leitlinie des American College of Rheumatology aus dem Jahr 2012 nennt bestimmte Ernährungstrends als mitverantwortliche Faktoren für die steigende Prävalenz von Gicht. In den USA wird die Prävalenz auf 3,9 % der Erwachsenen (8,3 Millionen Menschen) geschätzt. Die Leitlinie empfiehlt die Patientenschulung zur Ernährung als zentrale therapeutische Maßnahme bei Gicht. Ziel ist es, den Serumuratspiegel mindestens unter 6 mg/dl, häufig aber unter 5 mg/dl zu senken, um die Anzeichen und Symptome der Gicht nachhaltig zu verbessern.

Gout

Autoren: Underwood, Martin

Veröffentlicht: 1. Januar 2008

Diese systematische Übersichtsarbeit, die Datenbanken bis Juni 2008 umfasste, identifizierte die Empfehlung zur Reduzierung des Alkoholkonsums als präventive Maßnahme bei Gichtpatienten mit vorangegangenen akuten Anfällen. Gicht betrifft etwa 5 % der Männer und 1 % der Frauen, wobei bis zu 80 % der Patienten innerhalb von drei Jahren einen erneuten Anfall erleiden. Die Übersichtsarbeit schloss 21 systematische Übersichtsarbeiten, randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) oder Beobachtungsstudien ein, die die Einschlusskriterien erfüllten. Die Qualität der Interventionen wurde anhand des GRADE-Systems bewertet. Die Reduzierung des Alkoholkonsums wurde neben Gewichtsabnahme und purinarmer Ernährung als präventive Maßnahme aufgeführt.

Vorsicht3 studien

Alkoholkonsum kann Gichtanfälle auslösen und das Risiko für Nierenschäden erhöhen.

Drei Studien mit über 25.000 Teilnehmern belegen einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und negativen Folgen bei Gichtpatienten. Die prospektive NOR-Gout-Kohortenstudie (n=211, 82–88 % Studienteilnahme über zwei Jahre) identifizierte Alkohol als Auslöser akuter Gichtanfälle. Eine verschachtelte Fall-Kontroll-Studie mit 983 Gichtpatienten zeigte, dass Patienten mit Alkoholkonsum neben anderen Risikofaktoren ein erhöhtes Risiko für NSAID-induziertes akutes Nierenversagen aufwiesen; 5,6 % erlitten Nierenkomplikationen. Eine große britische Bevölkerungsstudie mit 24.768 Gichtfällen und 50.000 Kontrollpersonen bestätigte Alkohol als signifikanten Risikofaktor für Gicht bei Hypertoniepatienten; 74 % der Gichtpatienten litten gleichzeitig an Bluthochdruck. Diese Ergebnisse legen nahe, beim Alkoholkonsum Vorsicht walten zu lassen, insbesondere bei Patienten mit aktiver Gicht oder Nierenerkrankungen.

Evidenz

Autoren: Berner Hammer, Hilde, Haavardsholm, Espen A., Karoliussen, Lars F., Kvien, Tore K., Pérez Ruiz, Fernando, Sexton, Joe, Uhlig, Till

Veröffentlicht: 1. Januar 2022

Die prospektive Kohortenstudie NOR-Gout mit 211 Gichtpatienten identifizierte Alkohol als Auslöser von Gichtanfällen. Die Studie, die nach einem Jahr zu 88,2 % (n=186) und nach zwei Jahren zu 82,0 % (n=173) abgeschlossen war, belegt, dass Gichtanfälle nach Alkoholkonsum auftreten können. Die Kohorte bestand überwiegend aus männlichen Patienten (95,3 %) mit einer durchschnittlichen Krankheitsdauer von 7,8 Jahren (SD 7,6).

Autoren: Pérez Ruiz, Fernando

Veröffentlicht: 1. Januar 2017

In dieser verschachtelten Fall-Kontroll-Studie mit 983 Gichtpatienten erlitten 55 (5,6 %) nach einer NSAID-Behandlung von Gichtanfällen ein akutes Nierenversagen. Der Alkoholkonsum wurde als eine der allgemeinen Variablen in die Analyse einbezogen, um einen Zusammenhang mit dem Auftreten von akutem Nierenversagen herzustellen. Die Studie verwendete eine Kaplan-Meier-Überlebenszeitanalyse, gefolgt von einer multivariablen Cox-Regression, wobei die Zeit vom Beginn des Gichtanfalls bis zum Nierenereignis als Expositionszeitraum diente. Patienten mit mehreren Risikofaktoren, darunter Alkoholkonsum, zeigten eine erhöhte Anfälligkeit für NSAID-induziertes Nierenversagen.

Autoren: Choi, Hyon K, Rodríguez, Luis A García, Soriano, Lucia Cea, Zhang, Yuqing

In dieser verschachtelten Fall-Kontroll-Studie mit 24.768 neu aufgetretenen Gichtfällen und 50.000 passenden Kontrollpersonen aus der Datenbank des britischen Gesundheitsnetzwerks (2000–2007) wurde Alkoholkonsum als wichtige Kovariate in die multivariate Analyse einbezogen und über sechs Kategorien adjustiert. Bei den 29.138 Teilnehmern mit Hypertonie wurde der Alkoholkonsum neben der Einnahme von Antihypertensiva als Risikofaktor für Gicht identifiziert. Die Studienpopulation umfasste Erwachsene im Alter von 20 bis 79 Jahren, die durchschnittlich 5,2 Jahre lang beobachtet wurden. Basierend auf den in der Studie zitierten Daten der US-amerikanischen NHANES-Studie von 2007–2008 wiesen 74 % der Gichtpatienten gleichzeitig eine Hypertonie auf.