Rotes Fleisch

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Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2026

Rotes Fleisch – Magenkrebs
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Hoher Konsum von rotem Fleisch ist stark mit einem erhöhten Magenkrebsrisiko verbunden.

Der Konsum von rotem Fleisch erwies sich in dieser Studie als einer der stärksten ernährungsbedingten Risikofaktoren für Magenkrebs. Der zugrundeliegende Mechanismus könnte die Bildung von N-Nitrosoverbindungen, oxidative Schäden durch Häm-Eisen und die Freisetzung heterozyklischer Amine beim Kochen umfassen.

Evidenz

Autoren: Acquavella, Aragones, Blackburn, Blair, Boeing, Boeing, Buiatti, Burns, Chen, Chow, Correa, Correa, Correa, Crew, Danesh, De Stefani, De Stefani, De Stefani, De Stefani, Derakhshan, Dorant, Dorzhgotov, Drake, Ekstrom, Engel, Eslick, Ferlay, Forman, Forman, Fox, Galanis, Gao, Goldbohm, Gonzalez, Gonzalez, Haenszel, Hamada, Harrison, Helicobacter and Cancer Collaborative Group, Honda, Howard, Huang, IARC, IARC, IARC, Inoue, Ito, Jansen, Joossens, Kamineni, Karmali, Kim, Kinlen, La Vecchia, La Vecchia, Lauren, Lee, Lissowska, Lissowska, Lopez-Carrillo, Machida-Montani, Mathew, Munoz, Munoz, Nomura, Palli, Parent, Parkin, Parsonnet, Rao, Rigdon, Rocco, Sadjadi, Sadjadi, Sadjadi, Samadi, Sitas, Takezaki, Touati, Tsugane, Uemura, Vineis, Ward, Watanabe, World Cancer Research Fund, American Institute for Cancer Research, Xue, Yatsuya, Yazdanbod, You

Veröffentlicht: 1. Juli 1388

Eine bevölkerungsbasierte Fall-Kontroll-Studie mit 217 Magenkrebsfällen und 394 Kontrollpersonen in Ardabil, Iran (2004–2005), zeigte, dass ein hoher Konsum von rotem Fleisch in der multivariaten Analyse positiv mit dem Magenkrebsrisiko assoziiert war (OR = 3,40), was einem mehr als dreifach erhöhten Risiko entspricht. Dies war einer der stärksten positiven Zusammenhänge unter allen untersuchten Ernährungsfaktoren und blieb auch nach Berücksichtigung von Störfaktoren, einschließlich des H.-pylori-Status, bestehen.

Vorsicht2 studien

Hoher Konsum von rotem Fleisch verdoppelt in Fall-Kontroll-Studien nahezu das Risiko für Magenkrebs.

Zwei Fall-Kontroll-Studien mit 420 Magenkrebsfällen und über 12.300 Kontrollpersonen belegen übereinstimmend einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und einem erhöhten Magenkrebsrisiko. Eine iranische Bevölkerungsstudie (190 Fälle, 647 Kontrollpersonen) ergab, dass Personen im höchsten Viertel des Rotfleischkonsums ein fast doppelt so hohes Risiko für Magenkrebs hatten (OR = 1,87, 95 %-KI: 1,01–3,47). Ein europäisches Fall-Kontroll-Netzwerk (230 Fälle, 11.656 Kontrollpersonen) identifizierte ein um 86 % erhöhtes Risiko, das speziell mit der Zubereitung von gekochtem oder geschmortem Fleisch verbunden war (OR = 1,86, 95 %-KI: 1,20–2,87). Beide Studien berücksichtigten bekannte Störfaktoren und erreichten bzw. näherten sich der statistischen Signifikanz. Die übereinstimmenden Effektstärken in verschiedenen Bevölkerungsgruppen und bei unterschiedlichen Ernährungsmustern bekräftigen den Zusammenhang zwischen regelmäßigem Rotfleischkonsum und der Entstehung von Magenkrebs.

Evidenz

Autoren: Bosetti, C., Di Maso, M., Franceschi, S., La Vecchia, C., Levi, F., Libra, M., Montella, M., Negri, E., Polesel, J., Serraino, D., Talamini, R., Zucchetto, A.

Veröffentlicht: 2. August 2017

Eine Fall-Kontroll-Studie mit 230 Magenkrebsfällen und 11.656 Kontrollpersonen (Italien und Schweiz, 1991–2009) ergab, dass gekochtes/geschmortes Fleisch mit einem um 86 % erhöhten Magenkrebsrisiko einhergeht (OR = 1,86; 95 %-KI: 1,20–2,87). Dieses Ergebnis war statistisch signifikant und ergab sich aus einer Analyse, die auf die verschiedenen Zubereitungsmethoden basierte. Die Odds Ratios wurden mittels multipler logistischer Regressionsmodelle unter Berücksichtigung bekannter Störfaktoren geschätzt.

Autoren: Esmaillzadeh, A., Hajifaraji, M., Keshtkar, A.A., Malekshah, A.F.-T., Malekzadeh, R., Zamani, N.

Veröffentlicht: 1. Januar 2013

Eine bevölkerungsbasierte Fall-Kontroll-Studie in der iranischen Provinz Golestan umfasste 190 histologisch bestätigte Magenkrebsfälle und 647 Kontrollpersonen. Der Fleischkonsum wurde mithilfe eines semiquantitativen Fragebogens zur Lebensmittelhäufigkeit mit 116 Items erfasst. Nach Bereinigung um potenzielle Störfaktoren zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen dem Konsum von rotem Fleisch und dem Magenkrebsrisiko (OR = 1,87; 95 %-KI: 1,01–3,47; P-Trend = 0,07). Das Odds Ratio im Vergleich des höchsten mit dem niedrigsten Quartil des Rotfleischkonsums war statistisch signifikant. Dies deutet darauf hin, dass Personen mit hohem Rotfleischkonsum ein fast doppelt so hohes Risiko haben, an Magenkrebs zu erkranken, als Personen mit niedrigem Konsum.