Vaginale Blutungen nach der Menopause

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Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2026

Vaginale Blutungen nach der Menopause – Endometriumkarzinom
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Vaginale Blutungen nach der Menopause erfordern eine umgehende Untersuchung, um einen Gebärmutterkrebs auszuschließen.

In zwei diagnostischen Studien zur Genauigkeit, an denen postmenopausale Frauen mit Uterusblutungen teilnahmen, wurde bei 36 % der Fälle mit einer Verdickung des Endometriums (≥ 5 mm) histologisch ein Endometriumkarzinom diagnostiziert. Die transvaginale Farbdoppler-Sonografie erreichte eine Sensitivität von 78,8 % und eine Spezifität von 100 % bei der Erkennung von Malignomen, wobei bei 97 % der Karzinome nachweisbarer Blutfluss zu beobachten war. Die Inzidenz von Endometriumkarzinom bleibt unter 1 %, wenn die Dicke des Endometriums 4,5 mm oder weniger beträgt, aber symptomatische Frauen mit heterogener Verdickung haben ein deutlich höheres Risiko für bösartige Befunde. Eine frühzeitige diagnostische Untersuchung – einschließlich Ultraschalluntersuchung und Biopsie auf der Grundlage individueller Risikofaktoren – verändert den Verlauf der neoplastischen Erkrankung durch eine rechtzeitige Erkennung. Jede postmenopausale vaginale Blutung sollte Anlass für eine ärztliche Beratung sein, um die Dicke des Endometriums zu messen und gegebenenfalls Gewebeproben zu entnehmen.

Evidenz

Autoren: Avila Jaimes, Laura Susana, Rivera Murillo, Elizabeth

Veröffentlicht: 17. April 2014

Bei Frauen nach der Menopause mit Uterusblutungen (HUA) deutete eine heterogene Verdickung des Endometriums im Ultraschall auf bösartige histologische Befunde hin. Die Richtlinien der American Cancer Society von 2010 weisen darauf hin, dass die Inzidenz von Endometriumkrebs nicht 1 % übersteigt, wenn die Dicke des Endometriums 4,5 mm oder weniger beträgt. Die Entscheidung für eine Biopsie hängt von der individuellen Risikobewertung und den Ultraschallbefunden ab, wobei zwei verschiedene Risikogruppen identifiziert werden: asymptomatische Frauen und solche mit Blutungen. Eine frühzeitige diagnostische Untersuchung bei symptombehafteten Frauen nach der Menopause kann den Verlauf einer neoplastischen Erkrankung durch eine rechtzeitige Erkennung positiv beeinflussen.

Autoren: Alcazar, J.L. (Juan Luis), Castillo, G. (G.), Galan, M.J. (M. J.), Minguez, J.A. (J.A.)

Veröffentlicht: 1. Januar 2003

In einer prospektiven Studie mit 91 Frauen nach der Menopause (mittleres Alter 58 Jahre, Bereich 47–83 Jahre), die sich mit Uterusblutungen und einer Verdickung des Endometriums (≥ 5 mm Dicke in doppelter Schicht) vorstellten, wurde bei 33 von 91 Fällen (36 %) histologisch ein Endometriumkarzinom diagnostiziert. Die übrigen Diagnosen waren: Endometrialpolyp (37 Fälle, 41 %), Endometriumhyperplasie (14 Fälle, 15 %) und zystische Atrophie des Endometriums (7 Fälle, 8 %). Die transvaginale Power-Doppler-Sonographie erreichte eine Sensitivität von 78,8 % und eine Spezifität von 100 % bei der Erkennung von Endometriumkarzinomen bei diesen symptomatischen Frauen. Bei 97 % der Karzinome konnte ein nachweisbarer Blutfluss festgestellt werden, und bei 81,3 % der vaskularisierten Tumore zeigte sich ein Muster mit mehreren Gefäßen.