Vitamin D

Empfohlen

3 Studien · 1 Empfehlung

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2026

Vitamin D – Darmkrebs
Empfohlen3 studien

Höhere Vitamin-D-Werte stehen in Zusammenhang mit einem um 37 % geringeren Risiko für Darmkrebs.

Drei Studien mit insgesamt über 4.700 Teilnehmern belegen die schützende Wirkung von Vitamin D gegen Darmkrebs. Eine Fall-Kontroll-Studie, die in drei prospektiven Kohorten (NHS, HPFS, PHS) durchgeführt wurde und 1.895 Fälle und 2.806 Kontrollpersonen umfasste, ergab, dass Teilnehmer mit den höchsten Plasmaspiegeln von 25-Hydroxyvitamin D eine multivariat berechnete Odds Ratio von 0,63 (95 % KI: 0,48–0,82) aufwiesen, was einer Risikoreduktion von 37 % nach Bereinigung um Störfaktoren entspricht. Zwei systematische Übersichtsarbeiten bestätigen diese Ergebnisse: In der einen wurde Darmkrebs als primärer Tumortyp identifiziert, bei dem Vitamin D und seine Analoga antiproliferative, differenzierungsfördernde und immunmodulatorische Wirkungen zeigen, die eine bösartige Transformation verhindern. Eine zweite systematische Übersichtsarbeit mit 105 klinischen Studien ergab, dass die Kombination von Kalzium und Vitamin D das Auftreten von Darmkrebs und adenomatösen Polypen bei Risikopatienten verringerte. Die übereinstimmenden experimentellen und klinischen Belege stützen die Annahme, dass Vitamin D ein bedeutsamer Faktor für die Chemoprävention von Darmkrebs ist.

Evidenz

Autoren: Lopez Gomez, Mauricio Alejandro, Lopez Narvaez, Sara Belen

Veröffentlicht: 5. Juli 2016

Eine systematische Auswertung von 105 klinischen Studien, die aus verschiedenen Datenbanken stammen (Literatur ab 1990), untersuchte die Wirkung der Kombination von Kalziumsupplementierung und Vitamin D bei Patienten mit Risikofaktoren für Darmkrebs und Adenomen. Studien an Patienten, die nach einem früheren Myokardinfarkt Kalzium zusammen mit Vitamin D einnahmen, zeigten einen Zusammenhang mit einer geringeren Inzidenz sowohl von Darmkrebs als auch von Adenomen. Die Auswertung schloss Patienten mit bereits bestehendem Darmkrebs, dem Lynch-Syndrom und der familiären adenomatösen Polyposis aus. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die protektive Wirkung von Vitamin D weitere Untersuchungen rechtfertigt, um die optimale Dosierung und Behandlungsdauer für die Chemoprävention zu bestimmen.

Vitamin D in cancer chemoprevention

Autoren: Aiello, S, Crescimanno, M, Di Majo, D, Flandina, C, Giammanco, M, La Guardia, M, Leto, G, Tumminello, FM

Veröffentlicht: 9. April 2015

Eine systematische Übersichtsarbeit experimenteller und klinischer Studien aus fünf großen Datenbanken (ISI Web of Science, Medline, PubMed, Scopus, Google Scholar) untersuchte die krebshemmenden Eigenschaften von Vitamin D. Vitamin D und seine Metaboliten zeigten in vitro antiproliferative, differenzierungsfördernde und immunmodulatorische Wirkungen auf Tumorzellen, mit in vivo nachgewiesenen verzögerten Tumorwachstumsraten. Darmkrebs wurde explizit als eine der wichtigsten menschlichen Tumorarten identifiziert, bei denen Vitamin D und seine Analoga die maligne Transformation und das Fortschreiten der Erkrankung wirksam verhindern konnten. Die Übersichtsarbeit kam aufgrund übereinstimmender experimenteller und klinischer Ergebnisse zu dem Schluss, dass diese Moleküle Potenzial als chemopräventive Wirkstoffe gegen Darmkrebs besitzen.

Autoren: Chan, Andrew T., Fuchs, Charles S., Giovannucci, Edward, Hazra, Aditi, Hiraki, Linda T., Joshi, Amit D., Karlson, Elizabeth W., Kraft, Peter, Ma, Jing, Ng, Kimmie, Peters, Ulrike

Veröffentlicht: 26. März 2014

In dieser verschachtelten Fall-Kontroll-Studie innerhalb dreier prospektiver Kohorten (NHS, HPFS, PHS) mit 1895 Fällen von kolorektalem Karzinom und 2806 Kontrollpersonen wiesen Teilnehmer im niedrigsten Quartil des Plasma-25-Hydroxyvitamin-D-Spiegels eine multivariate Odds Ratio von 0,63 (95 %-KI: 0,48–0,82) für kolorektales Karzinom im Vergleich zu Teilnehmern im höchsten Quartil auf. Dies entspricht einem um 37 % geringeren Risiko bei Personen mit höheren Vitamin-D-Spiegeln. Der Zusammenhang blieb nach Bereinigung um Störfaktoren signifikant und war in der Metaanalyse aller drei Kohorten mittels Fixed-Effects-Modellen konsistent.