Autoren: Bingé, Luc, Boelens, Jerina, Coorevits, Liselotte, Padalko, Elizaveta, Praet, Marleen, Traen, Ans, Van Dorpe, Jo
Veröffentlicht: 1. Januar 2018
In einer prospektiven Studie mit 303 weiblichen Sexarbeitern wurden paarweise von Ärzten entnommene Vaginalabstriche und Zervixzellenproben verglichen, um Hochrisiko-HPV zu detektieren. Dabei wurde der Abbott RealTime HR-HPV-Assay verwendet. Die Gesamtprävalenz von Hochrisiko-HPV betrug 51 %. Bei 52 Frauen mit LSIL- oder HSIL-Zytologie des Gebärmutterhalses zeigten die Vaginalabstriche eine Sensitivität von 100 % und eine Spezifität von 70 % für den Nachweis von Hochrisiko-HPV sowie eine Sensitivität von 100 % und eine Spezifität von 91 % für den wahrscheinlichen Nachweis von Hochrisiko-HPV. Vaginalproben ergaben eine signifikant höhere durchschnittliche Anzahl an HPV-Genotypen (Mittelwert = 3,5; 95 % KI = 2,8–4,2) im Vergleich zu Zervixzellenproben (Mittelwert = 2,6; 95 % KI = 2,1–3,0; p = 0,001). Die am häufigsten nachgewiesenen Hochrisiko-HPV-Genotypen waren HPV16, 31, 51 und 52. Diese Ergebnisse bestätigen, dass Vaginalabstriche für den HPV-Screeningzweck austauschbar mit Zervixzellenproben sind.
