Stressmanagement

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Zuletzt aktualisiert: 23. Februar 2026

Stressmanagement – Krebs
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Stressbewältigung unterstützt die Immunfunktion und hilft bei der Symptomkontrolle bei Krebspatienten.

Eine prospektive Kohortenstudie mit 99 Patienten im fortgeschrittenen Stadium von Krebserkrankungen ergab, dass ein höheres subjektives Stressniveau, gemessen anhand der Perceived Stress Scale, eine nachfolgende Dysregulation von CD16+ und CD56+ Untergruppen natürlicher Killerzellen vorhersagte – wichtige Immunbestandteile für die Erkennung und Zerstörung von Tumorzellen. Querschnittliche Panelanalysen bestätigten einen zeitlichen Zusammenhang, bei dem Stress der Abnahme der Immunfunktion vorausgeht, was potenziell das Tumorwachstum oder die Metastasierung begünstigen kann. Eine systematische Überprüfung von 15 Studien identifizierte Entspannungstechniken als wirksame nicht-pharmakologische Interventionen zur Behandlung von krebsbedingten Schmerzen und Dyspnoe, wobei multimodale Ansätze, die Stressreduktion integrieren, die stärkste Symptomkontrolle ermöglichten. In diesen beiden Studien erweist sich das Stressmanagement als eine praktikable Ergänzung zur Standardbehandlung von Krebserkrankungen, die sowohl die Immunabwehr als auch die Lebensqualität unterstützt.

Evidenz

Autoren: Fonseca, C, Lopes, M. J., Mendes, F, Parreira, P., Ramos, A., Tavares, AP

Veröffentlicht: 1. Januar 2017

Eine systematische Überprüfung von 15 Artikeln aus den EBSCO-Datenbanken, einschließlich MEDLINE mit Volltext, CINAHL Plus mit Volltext und British Nursing Index (2009–2015), in Kombination mit Leitlinien der Oncology Nursing Society (2011), des National Comprehensive Cancer Network und von Cancer Care Ontario ergab, dass Entspannungstechniken zu den nicht-pharmakologischen Maßnahmen gehören, die die gesundheitlichen Vorteile bei der Kontrolle onkologischer Symptome erhöhen. Die Überprüfung kam zu dem Schluss, dass umfassende und multimodale Ansätze, die Entspannung zusammen mit anderen Interventionen integrieren, eine angemessene Schmerz- und Dyspnoemanagement ermöglichen.

Autoren: Ikpeama, Uzoh Erick

Veröffentlicht: 9. Mai 2011

In dieser prospektiven Kohortenstudie mit 99 Patienten mit histologisch, radiologisch oder biologisch nachgewiesenem fortgeschrittenem Krebs wurde Stress mithilfe der Skala für wahrgenommenen Stress (Perceived Stress Scale) gemessen und die Immunfunktion anhand der CD16+- und CD56+-Lymphozyten-Subpopulationen beurteilt. Mann-Whitney-U-Tests zeigten signifikante Unterschiede in den CD16- und CD56-Werten zwischen Gruppen mit hohem und niedrigem Stressniveau zu verschiedenen Messzeitpunkten. Cross-Lagged-Panel-Analysen ergaben, dass ein höherer wahrgenommener Stress abnorme Werte sowohl von CD16+ als auch von CD56+ zu späteren Messzeitpunkten vorhersagte. Dies deutet auf einen zeitlichen Zusammenhang hin, bei dem Stress der Immunfehlregulation vorausgeht. Die Autoren schließen daraus, dass diese Fehlregulation die Fähigkeit des Körpers, neue Tumorzellen zu erkennen und zu zerstören, beeinträchtigen und potenziell zum Wachstum des Primärtumors oder zur Metastasierung beitragen könnte.