Massage

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Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2026

Massage – Krebs
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Eine therapeutische Massage kann bei Krebspatienten Schmerzen, Angstzustände und Müdigkeit lindern.

Zwei systematische Übersichtsstudien, die insgesamt 30 Studien umfassen, bestätigen, dass therapeutische Massagen eine vorteilhafte, nicht-pharmakologische Behandlungsmethode für Krebspatienten darstellen. Eine Übersichtsstudie von 15 Artikeln (2009–2015) sowie klinische Leitlinien von drei großen Onkologieorganisationen (ONS, NCCN, Cancer Care Ontario) empfehlen Massagen zur Schmerzlinderung und zur Reduzierung von Atemnot in der Akutversorgung onkologischer Patienten. Eine zweite systematische Übersichtsstudie von 15 Studien (2000–2012) ergab durchgängig unmittelbare Verbesserungen bei Entspannung, emotionalem Wohlbefinden, Schlafqualität, Schmerzen und Müdigkeit bei Onkologiepatienten, die eine Massage erhielten. Einige Studien zeigten auch langfristige Reduktionen von Angstzuständen und Depressionen, wobei die Ergebnisse in den einzelnen Studien jedoch unterschiedlich ausfielen; in einigen Studien wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen festgestellt. Es konnten keine signifikanten Auswirkungen auf die Lebensqualität, das Stressniveau oder das Leid festgestellt werden. Die Evidenz stützt die Annahme, dass Massagen eine sichere ergänzende Therapie zur kurzfristigen Linderung von Symptomen in der Krebsbehandlung darstellen, insbesondere zur Schmerzkontrolle und zur Förderung des psychischen Wohlbefindens.

Evidenz

Autoren: Fonseca, C, Lopes, M. J., Mendes, F, Parreira, P., Ramos, A., Tavares, AP

Veröffentlicht: 1. Januar 2017

In einer systematischen Übersichtsarbeit, die 15 Artikel aus den Datenbanken MEDLINE, CINAHL und British Nursing Index umfasst und den Zeitraum von 2009 bis 2015 abdeckt, sowie klinische Leitlinien von drei Referenzeinrichtungen (Oncology Nursing Society 2011, National Comprehensive Cancer Network, Cancer Care Ontario), wurde Massage als eine der nicht-pharmakologischen Maßnahmen identifiziert, die zu einer Verbesserung des Gesundheitszustands bei der Kontrolle von Schmerzen und Dyspnoe bei onkologisch erkrankten Patienten in der Akutversorgung beiträgt. Die Übersichtsarbeit befürwortete einen umfassenden multimodalen Ansatz als wesentlich für eine angemessene Symptomkontrolle.

Autoren: Alves, Márcia, Freitas, Otília, Gomes, Bárbara, Jardim, Maria

Veröffentlicht: 1. Januar 2015

Eine systematische Auswertung von 15 Studien, die zwischen 2000 und 2012 veröffentlicht wurden, untersuchte die Wirksamkeit therapeutischer Massagen bei Krebspatienten in Bezug auf verschiedene psychische Gesundheitsbereiche. Die Massagebehandlung führte zu einer sofortigen und in einigen Studien auch zu langfristigen Reduktion von Angstzuständen und Depressionen. Allerdings ergaben sich innerhalb der 15 Studien widersprüchliche Ergebnisse, wobei einige Studien keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen hinsichtlich dieser Variablen feststellten. Es wurden durchgängig unmittelbare Verbesserungen bei Entspannung, emotionalem Wohlbefinden, Schlafmustern, Schmerzen, körperlichem und emotionalem Unwohlsein sowie Müdigkeit beobachtet. Bei Lebensqualität, Stress oder Leiden konnten keine statistisch signifikanten Unterschiede festgestellt werden. Insgesamt stützen die Ergebnisse die kurzfristigen positiven Auswirkungen therapeutischer Massagen auf die psychische Gesundheit von Krebspatienten. Die widersprüchlichen Ergebnisse hinsichtlich Angstzuständen und Depressionen in den untersuchten Studien deuten jedoch darauf hin, dass weitere Forschung mit größeren Stichproben und standardisierten Protokollen erforderlich ist.