Obst und Gemüse

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Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2026

Obst und Gemüse – Brustkrebs
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Ein höherer Konsum von Obst und Gemüse steht in Verbindung mit einem geringeren Risiko für Brustkrebs sowie einem geringeren Wiederauftreten der Krankheit.

Fünf Studien mit insgesamt über 8.400 Teilnehmern zeigen durchgängig einen Zusammenhang zwischen einem höheren Konsum von Obst und Gemüse und einem geringeren Brustkrebsrisiko sowie einer verbesserten Prognose. Eine Fall-Kontroll-Studie (1093 Fälle, 2118 Kontrollen) ergab, dass ein gesunder Lebensstilindex, der den Verzehr von Obst und Gemüse einschließt, das Risiko für Brustkrebs nach der Menopause um 53 % reduziert (OR 0,47, 95 % KI 0,23–0,94). Eine mediterrane Ernährungsweise mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse senkte das Gesamtrisiko für Brustkrebs um 44 % (OR 0,56, 95 % KI 0,40–0,79) und das Risiko für dreifach-negativen Brustkrebs um 68 % (OR 0,32). Bei 3.081 Überlebenden erhöhte eine Ernährung mit geringem Obst- und Gemüseanteil (hohe Säurelast) das Rezidivrisiko mehr als doppelt (HR 2,15–2,31), insbesondere bei Personen mit erhöhtem HbA1c-Wert. Eine Expertenkonsensgruppe identifizierte starke Belege für tumorhemmende Substanzen in Obst und Gemüse, darunter Carotinoide, Polyphenole und Isothiocyanate, die als Antioxidantien wirken. Klinische Leitlinien empfehlen Brustkrebspatienten mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag.

Evidenz

Autoren: Hsu, Fang-Chi, Luong, David, Pierce, John P, Wang, Shunran, Wu, Tianying

Veröffentlicht: 1. Februar 2020

In einer Studie mit 3.081 Brustkrebsüberlebenden über einen Zeitraum von 7,3 Jahren zeigte sich ein starker positiver Zusammenhang zwischen der Säurebelastung durch die Ernährung (gemessen anhand der PRAL- und NEAP-Scores) und dem Krebsrezidivrisiko bei einem HbA1c-Wert ≥ 5,6 %. Frauen im höchsten Quartil der Säurebelastung hatten ein mehr als doppelt so hohes Rezidivrisiko wie Frauen im niedrigsten Quartil (HR 2,15 bzw. 2,31). Der PRAL-Score berücksichtigt den basischen Beitrag von Obst und Gemüse gegenüber säurebildenden Proteinen und Phosphor, was darauf hindeutet, dass eine Ernährungsumstellung hin zu basischen Lebensmitteln protektiv wirken könnte.

Autoren: A Castelló, A de Juan-Ferré, A Goldhirsch, A Lluch, A M Casas, A Paul, A Ruiz, A Trichopoulou, AA Davis, AC Wolff, AH Wu, B Buijsse, B Pérez-Gómez, B Yang, C Jara, C Pelucchi, CA Demetriou, E Carrasco, E De Stefani, E Díaz, FB Hu, G Buckland, G Grosso, H Barkoukis, H Boeing, HD Woo, I Romieu, IR White, J Ferlay, J M Baena-Cañada, J Vioque, J Vioque, J Vioque, JS Zheng, KJ Lee, L Baglietto, LJ Martin, LM Butler, Lukas Schwingshackl, M A Jimeno, M de Lorgeril, M Martín, M Muñoz, M Pollán, M Ramos, MA Murtaugh, ME Hammond, N Garcia-Arenzana, N Garcia-Arenzana, P Rosado, P Royston, PF Jacques, RL Prentice, S Antolín, SF Brennan, T Agurs-Collins, TT Fung, V Cottet, V Edefonti, V Guillem, V Lope, WC Willett, X Cui

Veröffentlicht: 1. Januar 2014

In dieser Fall-Kontroll-Studie mit 1017 neu diagnostizierten Fällen von Brustkrebs und 1017 zugehörigen gesunden Kontrollpersonen in Spanien wurde eine hohe Einhaltung des mediterranen Ernährungsmusters (oberes Quartil im Vergleich zum unteren Quartil) mit einem um 44 % geringeren Risiko für Brustkrebs verbunden (OR=0,56; 95 % KI 0,40–0,79). Der schützende Effekt war bei dreifach-negativen Tumoren am stärksten ausgeprägt (OR=0,32; 95 % KI 0,15–0,66; P-Heterogenität=0,04). Das mediterrane Ernährungsmuster zeichnete sich durch einen hohen Konsum von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, fettem Fisch und Pflanzenölen aus. Auch der Alternate Healthy Index zeigte eine schützende Assoziation (OR=0,69; 95 % KI 0,51–0,94 für das obere Quartil im Vergleich zum unteren Quartil).

Autoren: Ellison-Loschmann, Lis, Firestone, Ridvan, Jeffreys, Mona, McKenzie, Fiona, Pearce, Neil, Romieu, Isabelle

Veröffentlicht: 1. Januar 2014

Eine bevölkerungsbasierte Fall-Kontroll-Studie (1093 Fälle, 2118 Kontrollen) in Neuseeland entwickelte einen Index für einen gesunden Lebensstil (HLIS) mit elf Faktoren, darunter der Verzehr von Obst und Gemüse. Bei postmenopausalen Māori-Frauen war das oberste HLIS-Terzil im Vergleich zum untersten Terzil mit einem signifikant reduzierten Brustkrebsrisiko assoziiert (OR 0,47, 95 %-KI 0,23–0,94). Der HLIS-Wert reichte von 1 bis 9 für Māori und von 1,5 bis 10,5 für Nicht-Māori, wobei jeder Faktor gleich gewichtet wurde.

Autoren: A Campbell, A McTiernan, A McTiernan, A Silvestri, A Visser, AB Kornblith, AC Utter, AH Wu, AJ Daley, Amanda Daley, AN Dentino, AS Fairey, AT Beck, B Dugue, B Rockhill, B Zumoff, BL Andersen, BL Gruber, BL Stauffer, BM Pinto, BS McEwen, C Peters, C Peters, C Wiltschke, CB Ebbeling, CL Caldwell, CM Bryla, CM Friedenreich, D Geffken, D Nerozzi, DC McMillan, DC Nieman, DC Nieman, DC Nieman, DC Nieman, DC Nieman, DC Nieman, DF Cella, DG Cruess, DH Bovbjerg, DM Golden-Kreutz, DV Schapira, DW Kissane, E Maunsell, EA Bermudez, G Borg, G van der Pompe, G van der Pompe, GG Kolden, H Davis, H Kervinen, HC Abercrombie, Helen Crank, Hilary Powers, HV Thomas, J Gallagher, J Kaukua, J Verloop, JA Cauley, JE Bower, JE Epping-Jordan, JF Sallis, JK Camoriano, JK Smith, JO Prochaska, John M Saxton, JR Calabrese, JS Goodwin, KL Jen, KM Rexrode, KS Courneya, KS Madden, L Bernstein, L Chang, M Maes, M Maes, M Maes, M Mezzetti, MD Gammon, MD Holmes, MD Holmes, ME Nelson, MK Baldwin, N Banu, Nanette Mutrie, Nicola Woodroofe, PJ Goodwin, RJ Benschop, Robert Coleman, RT Chlebowski, S Cohen, S Levy, S Yamasaki, SE Hankinson, SE Sephton, SI Mannering, SJ Schleifer, SJH Biddle, SK Lutgendorf, SM Levy, T Moradi, T Treasure, TA Wadden, TP Erlinger, U Ehlert, Vanessa Siddall, Y Touitou, Y Touitou, Z Djuric, Z Kronfol

Veröffentlicht: 1. Januar 2006

In einer randomisierten, kontrollierten Studie mit 100 Brustkrebsüberlebenden erhält die Interventionsgruppe individuelle Ernährungsempfehlungen, die den Verzehr von mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag umfassen. Diese Ernährungsempfehlung ist Teil einer umfassenden 24-wöchigen Intervention, die außerdem eine Reduzierung des Fettanteils auf etwa 25 % der Kalorien, eine Erhöhung des Ballaststoffanteils, eine Verringerung des Konsums raffinierter Kohlenhydrate und einen moderaten Alkoholkonsum zum Ziel hat. Die Studie untersucht die Auswirkungen auf Körpergewicht, psychische Gesundheit und Biomarker, die mit dem Wiederauftreten der Erkrankung und dem Überleben in Zusammenhang stehen.

Autoren: Adami, Hans-Olov, Dragsted, Lars, Enig, Bent, Hansen, Jens, Haraldsdóttir, Jóhanna, Hill, Michael J., Holm, Lars Erik, Knudsen, Ib, Larsen, Jens-Jorgen, Lutz, Werner K., Osler, Merete, Overvad, Kim, Sabroe, Svend, Sanner, Tore, Sorensen, Thorkild I. A., Strube, Michael, Thorling, Eivind B.

Veröffentlicht: 1. Januar 1993

Die Arbeitsgruppe des ECP kam zu dem Schluss, dass die Belege für die positiven Auswirkungen von Obst und Gemüse auf verschiedene Krebsarten insgesamt als überzeugend einzustufen sind. Zu den identifizierten tumorhemmenden Stoffen gehören Vitamine (Ascorbinsäure, Tocopherole, Carotinoide) und Pflanzenstoffe (Isothiocyanate, Dithiothione, Flavone, Indole, Polyphenole, Terpene, Allylsulfide). Viele krebsvorbeugende Substanzen wirken als Antioxidantien oder stimulieren natürliche antioxidative Mechanismen. Die dänische Bevölkerung wies moderate bis niedrige Werte an schützenden Antioxidantien auf, darunter Selen, Ascorbate, Tocopherole und Beta-Carotin, wobei der Konsum von Obst und Gemüse seit 1975 nur geringfügig zugenommen hat. Oxidative Schäden am Genom durch natürliche zelluläre Prozesse übersteigen 10.000 Addukte pro Zelle und Tag.