Akzeptanz- und Commitmenttherapie

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Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2026

Akzeptanz- und Commitmenttherapie – Brustkrebs
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Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie reduziert Müdigkeit und Schlafstörungen bei Brustkrebspatientinnen.

Zwei randomisierte, kontrollierte Studien mit insgesamt 59 Teilnehmern untersuchten die Wirksamkeit von Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) bei Brustkrebs. In einer Studie mit 47 Patientinnen mit metastasierendem Krebs führten sechs telefonbasierte ACT-Sitzungen nach 12 Wochen zu moderaten Reduktionen von Müdigkeit (Cohen's d = -0,43) und Schlafstörungen (d = -0,43), was besser war als bei einer Kontrollgruppe, die eine Aufklärungs-/Unterstützungstherapie erhielt (d = -0,24 bzw. -0,18). Die ACT-Teilnehmerinnen zeigten zudem größere Verbesserungen hinsichtlich der Beeinträchtigung durch Müdigkeit (d = -0,23 bis -0,31) im Vergleich zu minimalen Veränderungen in der Kontrollgruppe (d = -0,03 bis 0,07), wobei die Teilnahmequote nach 8 Wochen bei 83 % lag. Eine zweite Studie mit 12 Frauen verglich ACT (8 Sitzungen: 3 Einzel-, 5 Gruppensitzungen) mit kognitiver Verhaltenstherapie und ergab, dass ACT zu besseren Verbesserungen in Bezug auf Angstzustände, Depressionen und Lebensqualität führte, wobei die größten Unterschiede bei einer Nachbeobachtung nach 12 Monaten festgestellt wurden. Der Nutzen von ACT wurde mit einer anhaltenden Verhaltensaktivierung in Verbindung gebracht, trotz fortbestehender emotionaler Belastung.

Evidenz

Autoren: Bricker, Jonathan, Champion, Victoria L., Hirsh, Adam T., Johns, Shelley A., Li, Ruohong, Miller, Kathy D., Mina, Lida, Mosher, Catherine E., Newton, Erin V., Schneider, Bryan, Secinti, Ekin, Storniolo, Anna Maria

Veröffentlicht: 12. Januar 2018

In dieser randomisierten, kontrollierten Studie mit 47 Patientinnen mit symptomatischem metastasiertem Brustkrebs zeigten sechs telefonische Sitzungen mit Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) vielversprechende Effekte auf die Symptombelastung. Zwölf Wochen nach Studienbeginn wiesen die ACT-Teilnehmerinnen eine moderate Reduktion von Müdigkeit (Cohen's d = -0,43) und Schlafstörungen (Cohen's d = -0,43) auf, verglichen mit geringeren Verbesserungen in der Kontrollgruppe (Schulung/Unterstützung) (d = -0,24 für Müdigkeit, d = -0,18 für Schlafstörungen). Die ACT-Teilnehmerinnen zeigten zudem nach acht und zwölf Wochen eine Reduktion der durch Müdigkeit bedingten Beeinträchtigung (d = -0,23 bis -0,31) und der schlafbezogenen Störungen, während die Kontrollgruppe nur minimale Veränderungen aufwies (d = -0,03 bis 0,07). Die Studie erwies sich mit einer Screening-Rate von 64 % und einer Teilnahmequote von 83 % nach acht Wochen als gut durchführbar. Die Gruppenunterschiede waren statistisch nicht signifikant, was auf vorläufige, aber vielversprechende Ergebnisse hindeutet, die weitere Untersuchungen rechtfertigen.

Autoren: Gutierrez, Olga, Luciano, Carmen, Páez, Marisa Beatriz

In einer randomisierten, kontrollierten Studie wurden 12 Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert und behandelt wurde, entweder einem Protokoll der akzeptanz- und commitmentbasierten Therapie (ACT) zugeteilt, das den Schwerpunkt auf Strategien zur Akzeptanz legte (n=6), oder einem kognitiv ausgerichteten Protokoll, das den Schwerpunkt auf Strategien zur kognitiven Kontrolle legte (n=6). Die Behandlung bestand aus 8 Sitzungen (3 Einzel-, 5 Gruppensitzungen; jeweils 3 Frauen pro Gruppe). Daten zu Angstzuständen, Depressionen, Lebensqualität und betroffenen wichtigen Lebensbereichen wurden vor der Intervention, nach der Intervention sowie im Rahmen von Nachuntersuchungen nach 3, 6 und 12 Monaten erhoben. Die auf ACT basierende Gruppe zeigte im Vergleich zur kognitiv kontrollierten Gruppe bessere Ergebnisse, wobei die größten Unterschiede bei der Nachuntersuchung nach 12 Monaten zum Vorschein kamen. Veränderungen im Rahmen der ACT-Behandlung waren insbesondere mit einer anhaltenden Verhaltensaktivierung verbunden, selbst wenn weiterhin emotionale Beschwerden und Leiden vorhanden waren.